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Reisebericht November 2009
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Bergfeld, den 1.12.2009
Liebe Mitglieder und Förderer unseres Hilfsprojektes und liebe Freunde Afghanistans Trotz der schlechten Sicherheitslage war ich nun doch im November nach Kunduz geflogen und musste leider feststellen, dass sich viel zum Negativen entwickelt hat. So war es mir erstmalig nicht möglich ins Dorf Katachel zu fahren, da die Taliban in der Region im Moment die Menschen bedrohen. Hinzu kommt, dass unser langjähriger Projektleiter Dadgul meint, nunmehr mit den Taliban kooperieren zu müssen, so dass wir uns in einem Vorstandsbeschluss nach massiven Unstimmigkeiten mit sofortiger Wirkung von ihm als Mitarbeiter trennen mussten. Damit verbunden haben wir dann auch die beiden laufenden Kooperationsprojekte mit ihm beendet. Leider waren die Schwierigkeiten im Dorf so massiv, dass durch ein Bombenattentat auch einer unserer Mitarbeiter, Said Mahmad, schwer an Bauch, Arm und Bein verletzt wurde. Wir haben versucht ihm eine gute Behandlung im Krankenhaus Kunduz zu ermöglichen, doch sieht sein Zustand immer noch sehr bedrohlich aus. Es war ein Glück, dass neben unserem Mitarbeiter Anwar, der Bürgermeister von Kunduz Gholam mit seinem Sohn Sabi uns hilfreich zur Seite standen und mich in einem Haus in Kunduz gut bewacht unterbrachten. Gholam wird in Zukunft als einer der Verantwortlichen tätig sein. Nur ein kurzer Ausflug zu einer von uns gebauten Schule in Churgha Khanabad unter aller stärkster Bewachung war möglich. Dort sah ich mir das Lehmdach der Schule an, das nunmehr nach einigen Jahren undicht geworden ist. Wir sollten also bald möglichst Geld sammeln um die Schule mit einem Blechdach ausstatten zu können. Dort in der Region konnte ich auch das ehemalige Wasserkraftwerk Bandi Bargh sehen, welches schon seit 2002 wieder in Betrieb genommen werden soll, doch immer noch nicht wurde mit den Wiederaufbauarbeiten begonnen. In der Stadt Kunduz, unter großem Sicherheitsaufwand, war es dann auch, wo ich die Gelder an die Patenfamilien austeilen konnte. Aus den Fotos ist zu sehen, dass einige hundert Frauen, die wirklich aus den ärmsten Verhältnissen sind, um Hilfe bettelten. Da ich nur 2 Wochen in Kunduz blieb und manche Frauen bis kurz vor der Abreise noch nicht gekommen waren, musste ich die Patenschaften an andere arme Frauen bzw. Behinderte vergeben. Daher bitte ich die betroffenen Paten Verständnis zu haben. Durch die große Not habe ich an 40 Familien Geld ausgegeben, obwohl diese noch keinen Partner in Deutschland haben und hoffe, dass ich Menschen mit Herz in Deutschland finde, die diesen Frauen zur Seite stehen. Unsere orthopädische Werkstatt arbeitet ja in Kunduz. So konnte ich dorthin Prothesen abgeben, die uns hier in Deutschland gespendet worden waren. Wir sind froh, dass dort Verletzte behandelt werden können, denn wie jedermann weiß, ist die Wiederherstellung der Mobilität nach Verletzungen der wichtigste und langwierigste Teil. Die 6000 Brillen, die uns der Verein „Yes I Care“ aus Holland zur Verfügung stellte, habe ich der Augenklinik Kunduz übergeben, die diese in Zusammenarbeit mit dem Erziehungsministerium an die Kinder weitergeben wird. Mir war eine direkte Mitarbeit aufgrund der Sicherheitslage nicht möglich, denn seit den Unruhen um den Wahltermin sind auch die Schulen der Region geschlossen. Die Jugendlichen aus Katachel, die im Computerzentrum der Michael Diebel Schule ausgebildet werden, kamen extra zu mir in die Stadt Kunduz, damit ich ihnen die gespendeten USB-Sticks übergeben konnte. Die Familien, die in diesem Jahr Brunnen bekommen haben, sind überaus glücklich, jetzt sauberes Trinkwasser zur Verfügung zu haben. Ganz besonderen Erfolg haben aber die Waschräume für arme Familien. Wir konnten für 100 Familien die Gelder nach Kunduz schicken, damit die Ärmsten bessere hygienische Bedingungen haben. Diese sinnvolle Hilfe wollen wir auch im Jahr 2010 weiterführen, dann in einer anderen Gegend, in der bisher noch keine Entwicklungshilfe angekommen ist. Allen, die uns bei unserer Arbeit zur Seite stehen, herzlichen Dank, verbunden mit der Hoffnung, dass wir weiter und zwar verstärkt den Ärmsten Menschen in der Provinz Kunduz helfen können. Viele Grüße Eure/Ihre
Sybille Schnehage
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Ehrung durch Niedersächsischen Landtag
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Um den Einsatz der Helfer in Afghanistan zu würdigen, wurden die Mitglieder des Vereins Katachel e.V. zu einem kleinen Festempfang in den Niedersächsischen Landtag eingeladen.
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Vertrauensvolles Arbeiten
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Der Projektkoordinator vor Ort sind Shahwali Gholam und Anwar Jan Nach deutlichen Diskrepanzen hat sich der Vorstand Katachel e.V. entschlossen sich vom bisherigen Projektleiter Dadgul zu trennen. In Zukunft wird man mit Projektleiter Anwar und dem Shahwali Gholam zusammenarbeiten und damit den ärmsten Menschen in der Provinz Kunduz besser und effektiver helfen können.
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Bericht vom 24.9.2009
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Liebe Mitglieder und Förderer unseres Hilfsprojektes im Moment ist die Situation in der Region Kunduz so gefährlich, dass die Bundeswehr mir eindringlich davon abriet, meine geplante Reise am 22. September anzutreten. Jeden Tag gibt es Gefechte, Raubüberfälle und Minenattentate, womit eine große persönliche Gefährdung auch für mich verbunden ist. So bin ich schweren Herzens hier geblieben und hoffe darauf, dass sich die Lage stabilisiert, damit ich nach Kunduz reisen kann. Dennoch möchte ich davon berichten, was in den letzten Monaten in der Gegend um das Dorf Katachel bewegt werden konnte. Nach der schweren Überschwemmung konnten wir den Menschen helfen, indem wir Decken, Matratzen und Zelte an die Betroffenen verteilten, damit deren Not gelindert wurde. Die beschädigte große Brücke in Katachel wurde repariert und hinzu kommt, dass wir weitere 4 Brunnen in Auftrag geben konnten, die den Menschen wieder sauberes Wasser, jetzt aber sehr sauberes Trinkwasser aus 34 Meter tiefen Brunnen zur Verfügung stellt. Dies ist nicht nur eine Hilfe, die nach der Überschwemmung die Not lindern soll, dies ist auch eine Prävention gegen die in der Provinz Kunduz oft auftretenden Nierenerkrankungen, die durch das salzhaltige Oberflächenwasser verursacht werden. Glücklich sind die Familien im Dorf Katachel, die jetzt einen neuen Waschraum bekommen haben, denn wir konnten in Kooperation mit WECF Geld für 100 Zimmer überweisen, damit diese armen Familien einen Ort haben, wo sie ihren Körper optimal pflegen können, und dies auch mit dem ökologischen Effekt der Separationstoilette, bei der der Urin separat aufgefangen wird und als Dünger die Gartenfrüchte besser gedeihen lässt. Eine Freude ist für mich auch, dass jetzt Kinder in die Schule kommen, die sonst nicht den Unterricht besuchen konnten, da sie für den Lebensunterhalt der Familie schon im Kindesalter Ackerarbeit leisten mussten. Wie man sieht, sind die beiden Jungen mit Eifer dabei, ihre Hausaufgaben zu erledigen. Damit die Mädchen in der Schule nicht im Freien sitzen müssen, denn es gab bisher nicht genügend Klassenräume, konnten wir mit dem Bau eines neuen Klassenzimmers beginnen. Eine große Freude für Lehrerinnen und Mädchen. Damit verbunden ist auch unsere Kooperation mit dem holländischen Verein „Yes I care“, die uns 6000 ausgemessene und beschriftete Brillen brachten, die jetzt in Katachel auf mich warten, damit wir diese an Schulkinder mit Fehlsichtigkeit verteilen können. Vielleicht können sich manche der Spender an einen behinderten jungen Mann erinnern, dem wir schon einmal vor Jahren helfen konnten, indem wir ihm ein Heim bauten. Im Mai sah ich, dass seine Beinschiene kaputt war und dass er seither nicht mehr ohne Krücken laufen konnte. Es war eine große Freude, dass hier in Wolfsburg ein Sanitätshaus die alte als Maß nutzte und gleich eine neue moderne Prothese anfertigte und spendete. Damit ist es wie ein Neuanfang für Gholam, der glücklich wieder gut laufen kann. Unsere Projekte zur Arbeitsplatzschaffung, wie das Bienenprojekt und die Seifenfertigung, entwickeln sich gut, nur ist es traurig, dass die Sicherheitslage sich so dramatisch verschlechtert hat. Bitte hofft alle mit mir, dass es sicherer wird, damit ich fliegen kann, denn die Frauen und Männer warten auf mich und unsere Hilfe. Im Januar werde ich dann wieder über den Fortgang unserer Arbeit, wenn möglich nach einer Reise, berichten. Ich wünsche allen ein gesegnetes Weihnachtsfest, ein gesundes Neues Jahr und vielleicht eine Minute, damit man auch Zeit hat, an das Leid anderer armer Menschen dieser Welt zu denken. Herzlichen Dank für Ihre/Eure Hilfe, ohne die all dieses Engagement und die Umsetzung der Projektteile nicht möglich wäre.
Viele Grüße Eure/Ihre
Sybille Schnehage
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6000 Brillen für die Schüler und Schülerinnen
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In einer einzigartigen Aktion unterstützt der holländische Verein „Yes I care“ die Bergfelder Hilfsorganisation Katachel e.V., indem in Kooperation mit den Fachhochschulen in Dortrecht und Rotterdam 6000 Brillen nicht nur gesammelt, sondern auch vermessen und sortiert wurden. Diese Brillen brachten nun der Vereinsvorsitzende Cees van der Touw und sein Mitarbeiter Patrick van Halem aus dem niederländischen Dortrecht bis nach Bergfeld, damit sie durch Katachel e.V. weiter nach Kunduz weitergeleitet werden. Diese Aktion wurde schon seit einem Jahr vorbereitet, damit die Brillen gezielt ihren späteren Nutzer finden. Begonnen hatte diese Arbeit mit einer Vortragsreihe in den Niederlanden, die Sybille Schnehage dort abhielt und der Einmessung der vielen Brillen. Dann erfolgten die Vorbereitungen in der Provinz Kunduz, wo ein Augenarzt die Mädchen und Jungen untersuchte, damit sie bereits eine Bedarfs-ID-Card bekamen, so dass in den nächsten Wochen, wenn die Brillen an Ort und Stelle sind, die Verteilung fachgerecht und zügig erfolgen kann. Für die Mädchen und Jungen in den Schulen ist diese Hilfsaktion besonders wichtig, denn oftmals wissen die Kinder nichts von ihrer Fehlsichtigkeit, so dass zahlreiche Schüler nicht lernen können, da sie das Geschriebene auf der Tafel nicht erkennen können. Der Transport der 12 Kisten wurde dank einer großzügigen Spende des Dortrechter Volkswagenhändlers möglich, der „Yes I Care“ kostenlos den Transporter für die Fahrt nach Wolfsburg zur Verfügung gestellt hat. Cees und Patrick hatten die lange Fahrt auf sich genommen und übergaben die Brillen an das Team von Katachel e.V. mit dem afghanischen Projektmitarbeiter Anwar Jan und die Vorsitzende Sybille Schnehage, die die Kartons sogleich postfertig machten. Danach genossen die beiden Niederländer eine Besichtigungstour in Wolfsburg und ein Flanieren auf der Fallerslebener Altstadtmeile. So bringt eine große Hilfsaktion auch Menschen zusammen, die sich dann in Freundschaft verbunden fühlen. Natürlich wird jetzt auch Geld benötigt, um den Transport nach Nordafghanistan zu finanzieren, so hofft der Verein Katachel e.V. auf Spenden auf das Konto bei der Sparkasse Gifhorn Wolfsburg BLZ 269 513 11 Kontonummer 014 160 006, eine Spendenquittung wird erteilt.
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Bericht Mai 2009
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Bergfeld, den 10.6.2009 Liebe Mitglieder, Paten und Förderer, liebe Freunde Afghanistans, solch eine Reise, wie im Mai 2009 habe ich in all den Jahren noch nicht erlebt, denn es waren schreckliche Ereignisse, die diese Tage prägten. Neben der immer schlechter werdenden Sicherheit, die mich dazu zwang nur mit 3 Bewaffneten im Dorf herumzugehen, kam eine große Überschwemmungskatastrophe hinzu. Am Abend vor dem Muttertag hatte es geregnet und so schwoll der Fluss Naqi in den Morgenstunden um 6 Meter über Normalwasserstand an, so dass unsere große Dorfbrücke um 1 Meter überflutet wurde. Als ich über die Brücke ging, da waren es noch 30 cm schlammiger Lehmbrühe, die alles, was lose war, wegspülte. Das Wasser strömte durch die Dorfstrasse und über die Felder, so dass allein in Katachel 54 Lehmhäuser und ein großer Teil der Getreideernte total zerstört wurden. Die Mädchenschule stand ebenso unter Wasser, aber dort blieb uns Schlimmeres erspart. Damit sind 406 Personen obdachlos, ohne Nahrung und ohne Decken. Spontan musste ich dann erst einmal Geld zur Verfügung stellen, damit diese Frauen, Männer und Kinder mit Brot versorgt werden konnten, d.h. jeden Tag seither mit mindestens 1250 Broten täglich. Seit Anfang Juni haben wir Geld vom Auswärtigen Amt für 215 Decken und 16 Zelte bekommen, aber leider keine Zuschüsse für Nahrungsmittel und den Wiederaufbau. Dabei wäre es die allerbeste Hilfe zur Selbsthilfe, den Menschen mehrere LKWs voller gebrannter Steine zur Verfügung zu stellen. 50 000 Euro würden dabei eine echte Hilfe sein. Zu allem Unglück für die Menschen kam noch dazu, dass unsere große Brücke stark beschädigt wurde, so dass ich für die Reparatur auch gleich Geld bereitstellen musste, damit die Schäden nicht noch größer werden. Die obdachlosen Familien hausen im Moment teilweise in unserer Schuhfabrik und in der Seifenfertigung, bis ein Weg für diese Menschen gefunden wird. Manche Witwen, die in ganz großer Not sind, habe ich auf unsere Liste der Patenschaften genommen und hoffe, dass sich schnell unterstützende Hände in Deutschland finden, die diesen Frauen langfristig mit einer Patenschaft helfen werden. Aber nun auch einige positive Nachrichten. Unser Transport an Rollstühlen war in Katachel angekommen und ich konnte damit vielen Behinderten und Verletzten ein klein bisschen helfen. Für die 40 Rollstühle waren aber leider über 70 Bedürftige gekommen, so dass das Abweisen von Hilfesuchenden eine große seelische Belastung für mich war. Andere Kisten mit Hilfsgütern gingen an das lokale Krankenhaus, wo man die Infusionsgegenstände und das Verbandsmaterial gut brauchen kann. Positiv für die Menschen in Katachel ist auch der Bau von 100 Badezimmern für die ärmsten Familien. Dazu kamen dann noch zwei Spenden, die ich dann zusammengefasst zum Bau eines Badezimmer für die Mädchenschule nutze. Diese Grundsteinlegung wurde dann auch im Kunduz-Fernsehen gezeigt. Diese vielen Badezimmer tragen dazu bei, dass die Lebensbedingungen der Menschen, insbesondere die hygienischen Umstände, deutlich verbessert werden. Dies muss auch in den nächsten Jahren im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen. Einen weiteren Beitrag dazu sind der Bau von 4 Tiefbrunnen, die dann verbunden mit einem Hochtank sauberes Trink- und Duschwasser zur Verfügung stellen. Der Plan, in der Mädchenschule weitere Klassenzimmer zu bauen, muss aus gegebener Notsituation nun leider noch warten, aber die Hilfe in dieser besonderen Lage für die obdachlosen Menschen ist einfach vordringlicher gewesen. Ich hoffe dennoch, dass die Schulerweiterung in den nächsten Wochen realisiert werden kann.. Ich danke allen Spendern recht herzliche für die Unterstützung und hoffe, dass sich noch viele Frauen und Männer finden, die uns bei unserer Arbeit helfen. Viele Grüße Eure/Ihre
Sybille Schnehage
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Bericht April 2009
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Bergfeld, den 2.4.2009
Liebe Mitglieder, Paten und Förderer, liebe Freunde Afghanistans,
der Winter ist überstanden und die Familien sind froh, dass unser Verein den Menschen mit Reisausteilung helfen konnte. Die Mitarbeiter in Katachel haben in den letzten Wochen wieder Geld an die Witwen ausgegeben und jede erhielt zusätzlich eine warme Wollsteppdecke und Seife. Noch 14 ganz arme Familien stehen auf unserer Warteliste, vielleicht haben Sie/habt Ihr/ Freunde, die auch eine Patenschaft übernehmen möchten. Im Moment bauen wir für Familien 4 Brunnen und 100 Badezimmer mit Separationstoiletten. Dies soll ein Zeichen sein, dass es uns am Herzen liegt, den Ärmsten im Dorf auch persönlich die Lebensumstände zu verbessern. Gleichzeitig ist dies der beste Umweltschutz, der dazu beiträgt, das Grundwasser sauber zu halten. Wir haben das Glück, dass uns dabei die Organisation WECF(Women of Europe for a Common Future) unterstützt. Leider ist es immer noch so, dass viele sehr arme Familien vom internationalen Einsatz noch keine persönlichen Verbesserungen haben. Die Menschen werden immer trauriger und unzufriedener. Daher scheint diese Individualhilfe für arme Familien auch dringend geboten. In diesem Jahr haben wir ein großes Problem, welches aber im Moment aus finanziellen Gründen noch nicht lösbar ist, denn dazu brauchen wir erst ein größeres Spendenaufkommen. Das Problem ist unsere Mädchenschule die immer besser angenommen wird und daher sind es zu viele Mädchen und nur 6 Klassenzimmer. Es müssen 3 Klassen im Freien unterrichtet werden. Ein zusätzliches Zimmer würde 10 000 Euro kosten. Es wäre auch schön, wenn wir für die Mädchen ein Schulbadezimmer bauen könnten, denn oft haben die Kinder zuhause sehr schlechte Lebensbedingungen. Im Januar schickten wir eine riesige Ladung mit Hilfsmittel, Rollstühlen, Gehhilfen usw. nach Kunduz, die dort in Kooperation mit der Bundeswehr und unserer Orthopädie verteilt werden. Das war schwere körperliche Arbeit und bedurfte viel organisatorisches Geschick. So danken wir auch denjenigen, die ein Transportfahrzeug zur Verfügung stellten. Unsere Arbeit hier in Deutschland stand in den letzten Wochen im Zeichen der Weltwasserkonferenz in Istanbul. Wir hatten uns an dem Wettbewerb um den weltweit bedeutendsten Preis im Bereich Wasser, den großen Kyoto Preis, beworben und hofften eigentlich mit unserer Arbeit auf ein gutes Abschneiden. Es war zunächst schon der Erfolg, dass wir unter die weltweit 30 besten Projekte kamen, die dann zur Vorstellung nach Istanbul eingeladen wurden. Super war dann, dass wir ins Finale der Nominierten 10 kamen, die der Jury ihr Projekt vortragen konnten. Dies war dann mit viel Arbeit verbunden, denn wir erstellten Flyer in Englisch und Türkisch, ein Poster 1x1 m und bereiteten eine Powerpointpräsentation vor. Dabei hatten wir tolle Helfer und Sponsoren, denen ich hiermit auch herzlich danken möchte. Alles schien auch optimal zu verlaufen, denn alle Zuhörer waren von unserer Arbeit sehr beeindruckt. Uns war nur aufgefallen, dass die anderen Finalisten viel mehr Infomaterial in Hochglanzdruck in Farbe hatten und mit zahlreichen Mitarbeitern angereist waren. Dies entspricht ja nicht in unserer Philosophie, denn wir machen alles Kosten sparend, um das Geld in Afghanistan einsetzen zu können. So war es leider auch zu erwarten gewesen, dass eine Großorganisation aus Indien den Preis gewann. Schade um unsere viele Arbeit und schade, denn das Geld 26 000 USD hätten wir dringend gebraucht. Im Februar hatten wir unsere Hauptversammlung, auf der Eva-Maria Daenicke aus gesundheitlichen Gründen aus dem Vorstand ausschied und Manfred Eichhorn ihre Arbeit fortsetzen wird. Im Mai werde ich wieder nach Afghanistan fliegen und versuchen, den Menschen, soweit es in unserer Macht steht, zu helfen. Dazu brauche ich Eure/Ihre Unterstützung. So danke ich allen Spendern im Namen meiner afghanischen Freunde.
Eure/ Ihre
Sybille Schnehage
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Jahreshauptversammlung 2009
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Zur Jahreshauptversammlung hatte die Hilfsorganisation Katachel e.V. am Sonntag in die Gaststätte des VfL Wolfsburg seine Mitglieder und Spender eingeladen. Dabei war auch Anwar Jan, ein Gast aus dem nordafghanischen Dorf, der sich in Deutschland aufhält um für seine Aufgaben in seiner Heimat ausgebildet zu werden. Mit einer Powerpointpräsentation konnte die erste Vorsitzende Sybille Schnehage über die Projekte des Vereins berichten, die im Jahr 2008 realisiert werden konnten. Neben den zahlreichen Patenschaften, deren Anzahl sich in den vergangenen Monaten um ca. 30 erhöht hatte und die Reisverteilung an besonders Arme, standen der Bau der Schule Tarnau und die Arbeitsplatz-Projekte Bienenzucht und Seifenfertigung im Mittelpunkt. Auch die Einrichtung einer kleinen Wasserkraftanlage konnte die Lebensbedingungen in dem kleinen Dorf am Gau Kush verbessern. Als Blick in die Zukunft werden in den nächsten Monaten in Kooperation mit der holländischen Regierung als persönliche Hilfe für arme Familien 100 Badezimmer mit Toiletten gebaut werden. Zusätzlich sollen kleine Häuser für Obdachlose neue Zukunftschancen eröffnen. Um etwas für die Familienplanung zu tun, hofft der Verein auf die Genehmigung eines Antrages zum Bau einer kleinen Frauenklinik, die die hygienischen Bedingungen verbessern soll und die Beratung über Verhütung anbietet. In diesem Jahr standen auch wieder Wahlen auf der Tagesordnung. Jeweils einstimmig wurden die Vorgeschlagenen in die Ämter gewählt. Als erste Vorsitzende wurde Sybille Schnehage bestätigt, ihre Stellvertreterin wurde wiederum Anneliese Raschkowski, Kassenwartin bleibt weiterhin Lilo Weber und als Beisitzerin Postwesen ist die Arbeit von Monika Neugebauer hervorragend. Da die bisherige Schriftführerin Eva Maria Daenicke gesundheitliche Probleme hat, wurde dieser Vorstandsplatz mit Manfred Eichhorn besetzt. Für den Kassenprüferposten, für den im Wechsel eine Neuwahl anstand, wurde Dr. Peter Olav Pleuß einstimmig das Vertrauen ausgesprochen und Anwar Jan wurde einstimmig zum weiteren Projektleiter neben dem bisherigen Dadgul Delawar ernannt, um diesen bei der Vielzahl der Projekte zu unterstützen. Der Verein freut sich, dass auch wieder das DZI Spendensiegel ausgestellt wurde und dass der Verein mit 3 Prozent Verwaltungsaufwand als sehr transparent und kostengünstig eingestuft wurde. So sieht man sehr positiv in die Zukunft, verbunden mit der Hoffnung noch viele weitere Spender zu finden.
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Großer Erfolg für Katachel e.V.
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Mit großer Freude lasen die Mitglieder des Vereins Katachel e.V. die Email der Organisatoren des 5.UN-Weltwasserforums aus Istanbul, zumal die Nachricht überaus positiv war, denn Katachel e.V. gehört zu den ausgewählten 11 Hilfsprojekten, die die Endausscheidung des großen Kyoto -Preises erreicht haben und somit nicht nur nach Istanbul eingeladen sind, sondern auch vor der großen Jury um den 1. Platz vortragen können.. Die UNO veranstaltet alle drei Jahre eine weltweite Wasserkonferenz durch, an der tausende Vertreter der Regierungen, von Universitäten, von Regierungsorganisationen und Hilfsorganisationen teilnehmen. Bei der letzten Konferenz, die in Mexico City war, trafen sich 12 000 Frauen und Männer, die in den verschiedensten Themengebieten über Wasserprojekte berichteten oder sich informierten. Vom Verein Katachel e.V. ist seit 6 Jahren auch Dr. Sybille Schnehage Teilnehmerin der Konferenz. 2003 war sie eingeladen als Bewerberin im World Water Forum Contest, 2006 in Mexico als Referentin und auch für Istanbul ist sie als Vortragende angemeldet. Zusätzlich hatte Katachel e.V. die Projektunterlagen für den ausgeschriebenen Kyoto-Preis eingereicht, wobei die Jury nun das Projekt als so nachhaltig eingestuft hat, dass der Verein zur Endausscheidung der besten 11 Projekte mit Präsentationen vor der endscheidenden internationalen Jury eingeladen wurde. Sybille Schnehage freut sich ganz besonders darüber, steht sie dabei mit ihrer Arbeit doch im Wettbewerb mit Universitäten und Regierungsprojekten, die viel größere finanzielle Mittel zur Verfügung haben und die allgemein auch von ihren Ministerien deutlich mehr Unterstützung haben. Katachel e.V. hingegen ist eine kleine ehrenamtlich geführte Hilfsorganisation, die auf Spenden zahlreicher Privatpersonen angewiesen ist, denen aber dann auch diese besondere Ehre mit zuteil wird. Im Moment ist also viel zu tun, das Poster muss erstellt werden, es muss eine Druckerei gefunden werden, der Vortrag muss in Englisch erstellt werden und ein ehrenamtlicher Übersetzer von Deutsch in Türkische wird noch gesucht. Bleibt dann nur noch die Hoffnung, dass am 20. März die Jury das Projekt vielleicht doch noch weiter vorn in der Reihe der Bewerber einstufen wird. Wer diesen Verein mit seiner Arbeit unterstützen möchte kann sich über Patenschaften oder Projekte unter Tel 05368 505 informieren.
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Reisebericht Oktober 2008
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Bergfeld, den 27.10.2008
Liebe Mitglieder, Paten und Förderer, liebe Freunde Afghanistans, eine Reise, die zeigte, dass die Situation in Afghanistan immer unsicherer wird, liegt hinter mir und mit großer Sorge blicke ich auf die nächsten Monate, denn der Winter wird den Menschen Hunger und Not bringen. So ist auf der einen Seite die Ernte zum größten Teil vertrocknet, so dass die Preise für Reis und Weizen sehr in die Höhe geschnellt sind, zum anderen kommt aber auch die internationale Hilfe in den ländlichen Regionen nicht an; damit verbunden haben immer noch viele Menschen kein sauberes Trinkwasser und leben noch in Lehmhöhlen ohne Fenster und Türen. Wir haben Reis gekauft und an die Witwen verteilt und werden dies auch in den nächsten Monaten kontinuierlich weiter tun, damit diese Ärmsten nicht verhungern. Allein die Verteilung nimmt sehr viel Zeit in Anspruch und dabei haben wir leider, obwohl immer mit 2 Kameras fotografiert, 15 Fotos der Witwen nicht mehr auf den Chips gefunden. Dies kann davon kommen, dass meine Kamera am 5. Tag leider kaputt ging. Die betroffenen Familien mögen dies uns bitte verzeihen. Schön war es, dass wir unsere beiden Projekte, die Imkerei und die Seifenfabrik einweihen konnten. Dabei finden dann wieder jeweils 7 Männer und Frauen ein eigenes Einkommen. Dadgul hat es geschafft, neben der Imkerei einen Wasserzulauf zu bauen, der nun mit 3 Meter Gefälle ein Schaufelrad bewegt, mit dem dann ein Generator angetrieben wird, der 30 Familien mit Strom versorgt. Da der staatliche Strom aus Tadjikistan nur ab und zu zur Verfügung steht (vielleicht abends 2 Stunden), so ist dies schon eine große Erleichterung in unserem Projekt, besonders für den Kühlschrank, der die frisch gefangenen Fische bis zum Verkauf auf Eis hält. Unsere orthopädische Werkstatt arbeitet sehr erfolgreich. Das kleine Mädchen, welches auf einem der letzten Infoblätter noch Gips trug, kann jetzt auf geheilten Füssen stehen. Das Gehen klappt aber leider noch nicht so gut. Sorge macht mir ein kleines Mädchen, welches im Gesicht durch extreme Hämangioma entstellt ist, Blutschwämme, die so extrem sind, dass die Ernährung des Kindes nur schwierig möglich ist. Ein ganz neues Projekt führen wir zur Zeit in Kooperation mit dem holländischen Verein „Yes I care“ durch. Die Optiker aus Rotterdam und Dortrecht wollen uns mehrere tausend vermessene Brillen zur Verfügung stellen. Daher haben wir mit dem Augenarzt aus Kunduz eine Komplettuntersuchung aller Schülerinnen und Schüler durchführen lassen, damit wir die Kinder mit optimalen Brillen ausstatten können. Dies behebt dann das Problem, dass viele Kinder Kopfschmerzen in der Schule bekommen, aber nur weil sie einen Augenfehler haben und ohne Brille der Blick zur Tafel zu anstrengend ist. Wie immer haben wir auch wieder Schultaschen verteilt, für die in Deutschland gesammelt worden war. Dies ist gerade für die ganz armen Kinder wichtig, denn viele können sich sonst keine Hefte oder Stifte leisten. Ein ganz ungewöhnliches Foto habe ich diesmal auf unserem Infoblatt, denn es zeigt das lokale Sportereignis: das Buskashi-Reiterspiel. Wer ganz genau hinsieht, der kann mich rechts hinter dem Schimmel auf einem Braunen erkennen, denn ich war die erste Frau, die je ein Buskashi aktiv mitgeritten ist. Und obwohl die Sicherheitslage sehr schwierig geworden ist, so fanden die Reiter und die Zuschauer es gut, dass ich an diesem Sport aktiv teilnahm. Auch solche Aktivitäten gehören zur Arbeit in Afghanistan dazu. Nun möchte ich Sie/Euch alle noch einmal bitten, uns in der so schwierigen Zeit Afghanistans weiter zu helfen. Vielleicht haben Sie/Ihr Freunde, die auch eine Patenschaft übernehmen möchten, denn dies ist das größte Problem des Landes, dass diese ganz armen Menschen von der internationalen Entwicklungshilfe nicht profitieren und weiterhin ums Überleben kämpfen müssen. Allen Spendern und Helfern soll ich herzliche Grüsse bestellen und ein großes Dankeschön, verbunden mit den besten Wünschen für ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes Neues Jahr Eure/ Ihre
Sybille Schnehage
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Reise Mai 2008
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Liebe Mitglieder, Paten und Förderer, liebe Freunde Afghanistans, eine überaus beeindruckende Reise liegt hinter mir, mit Erfahrungen, die sogar für mich unerwartet kamen. Ich wusste, dass die Lebensmittelpreise weltweit steigen, doch welche Folgen dies bei den Menschen in Afghanistan hat, dies war für mich wieder einmal ein tiefer negativer Eindruck. Die armen Menschen in den ländlichen Regionen können sich den Reis nicht mehr leisten und leben nur von Brot und Tee, und dies dann morgens, mittags und abends. Dies spiegelt sich auch in dem Ernährungszustand der Menschen wieder. Manche sind abgemagert und halb verhungert. Da war die Freude bei den Witwen groß, dass wir an jede Familie zu dem Patenschaftsgeld 17 kg Reis und 5 l Öl ausgeben konnten. Diese Sondergabe war möglich geworden, da ich im April die internationale Auszeichung „Shining World Heroine Award“, dotiert mit 10000 USD, von der Supreme Master Ching Hai erhalten hatte. Dies Geld sollte gerade den ärmsten Frauen in unserem Hilfsprojekt ihr Los erleichtern. Unsere 24. Schule, gebaut mit Mitteln der holländischen Regierung mit Unterstützung von WECF und MFS wurde in Tarnau fertig, so dass wir unter Teilnahme des Oberst des PRT Kunduz Oberst Buske, den Botschaftsräten von Deutschland und den USA und zahlreichen Vertretern der Provinzregierung diese wunderschöne Schule eröffnen konnten. Dort finden jetzt 800 Mädchen und Jungen Platz zum Lernen. Parallel dazu erhielten alle 24 Teams der von uns gebauten Schulen je einen Trikotsatz um in diesem neuen Outfit Fußball zu spielen, gleich verbunden mit einem gemeinsamen Turnier, welches allen Jungen Freude bereitete. Unser Antrag beim BMZ wurde genehmigt, so dass jetzt mit unserem Bienenprojekt und dem Seifenprojekt begonnen werden kann. Das Bienenhaus wurde gleich begonnen und auch für das Seifenhaus wurde der Grundstein gelegt. Schnell konnten wir 50 Bienenvölker kaufen, damit sich diese in der Sommerblüte noch kräftig entwickeln können. Erstmalig fingen wir Fische aus den Teichen, die wir gemeinsam mit dem Helferteam gegrillt aßen. Dies ist ein wichtiges Arbeitplatzprogramm für die jungen Männer aus der Umgebung. Unsere orthopädische Werkstatt ist in ein neues Gebäude umgezogen, welches nun für uns mit deutlich weniger Kosten verbunden ist. In einer feierlichen Eröffnung zeigten die Mitarbeiter, wie wichtig ihre Aufgabe für die Bevölkerung, besonders die Behinderten ist. Die Korrektur von Klumpfüssen ist dabei ein immer größerer Arbeitsbereich, denn aus der ganzen Region kommen betroffene Eltern mit ihren Kleinkindern. Unser Patenkind Rahima ist am 25.4.2008 glückliche Mutter einer kleinen Tochter geworden. Die kleine Monika entwickelt sich prächtig, nur hat die junge Mutter Schwierigkeiten mit der Milchproduktion, da sie selbst leider nur minderwertiges Essen zu sich nimmt. Auch unser Versuch ihr mit Geld zu helfen bringt keinen großen Erfolg, da die Großfamilie mit 11 Personen immer mit isst und dadurch der beabsichtigte Effekt, dass die junge Mutter besser isst, nicht klappt. Nun habe ich ihr 3 Hühner geschenkt und hoffe, dass ab und zu ein Ei als Ergänzung zum Brot anfällt. Einem Mädchen, welches extrem schielt, konnte ich mit der Finanzierung einer OP helfen lassen, doch muss ich immer wieder viele Hilfesuchende wegschicken, denn das Geld reicht eben nicht für alle Bedürftigen. Unsere Mädchen in der Schule machen uns viel Freude, denn in Eigeninitiative schafften sie es ihre Klassenzimmer selbst zu streichen und dazu waren die Jungen bei der Schulmauer aktiv, so dass jetzt beide Schulen in Katachel wieder sauber und ordentlich sind. Unsere Bibliothek ist jetzt mit Schulbüchern gefüllt, so dass die Jugendlichen auch selbstständig Zugriff zu Informationen haben. Auch das Computerzentrum ist sehr erfolgreich und zahlreiche Jungen und Mädchen lernen die neue Technik. Nur die Unterrichtszeiten sind für mich befremdlich, Kurszeit- morgens 5 Uhr bis 8 Uhr. Aber diese Zeiten sind dem heißen Klima der Provinz angepasst. Neben dem herzlichen Dank für Ihre/Eure Hilfe möchte ich darum bitten mit mir gemeinsam weitere Spender zu suchen, damit wir unsere erfolgreiche Arbeit weiterführen können.
Eure/ Ihre Sybille Schnehage
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Bericht März 2008
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Liebe Mitglieder, Paten und Förderer, liebe Freunde Afghanistans, einen Winter der Not und des Hungers, den schwersten Winter seit 35 Jahren, durchlebten die Menschen in der Provinz Kunduz in den letzten Wochen. Schnee und langer Frost machten den Menschen arg zu schaffen, denn auf solch eine Kälte war man nicht eingerichtet, weder von der Kleidung her, noch von den Decken. Der Strom, der an manchen Orten ab und zu da ist, fiel völlig aus und das Brennmaterial für die kleinen Öfen reichte nicht lange. Es gab zahlreiche Erfrierungen, schwere Erkrankungen und auch Hungeropfer. So stand die Nothilfe für die Ärmsten im Vordergrund der Arbeit unseres Teams in Katachel um Dadgul herum. Er gab unsere warmen Wolldecken und die Schuhe, die wir noch hatten an die Menschen aus. In Kooperation mit der Bundeswehr organisierte Dadgul Hilfsgüter und schaffte es für 2000 Familien Hilfspackungen mit Mehl, Reis, Öl und Zucker zu verteilen. Dies war eine große Herausforderung, denn es ist waren erst einmal die Hilfsgüter zu verpacken und dann zu verladen um sie dann in entlegenen Gegenden bei Schnee und Eis zu übergeben. Für die Witwen, die allein mit ihren Kindern leben, war diese Zeit besonders schlimm, denn viele haben noch keine Patenschaft, so dass sie kein Geld für die Grundnahrungsmittel oder für warme Kleidung hatten. Nun wollen wir einen großen Aufruf machen, damit wir noch mehr Paten finden, die solchen Frauen die Hand reichen. In der Jahreshauptversammlung unseres Vereins wurde danach gefragt, ob die 26 Euro noch ausreichen sind, damit die Frauen davon leben können. Es wird knapper, denn die Preise steigen auch in Kunduz. So wäre es natürlich schön, wenn die Spender ihre Daueraufträge erhöhen würden, aber dies sollte nur freiwillig geschehen um die Spender nicht zu sehr zu belasten, denn alle Spenden sind freiwillig die Entscheidung des Einzelnen. In Katachel und in der Provinz Kunduz werden wir auch in diesem Jahr viel zu tun haben, denn unser Ziel ist es eine Schule im Dorf Tarnau zu bauen, ein Dorf in der Tiefebene, in dem die Kinder in einer Zeltschule unterrichtet werden. Was im Winter zu kalt ist, dies ist im Sommer zu heiß, daher ist ein vernünftiger Schulraum dringend notwendig. In Verbindung damit wollen wir auch wieder unsere Separationstoiletten einbauen, damit die afghanischen Kinder lernen ihre Umwelt zu schützen. Die stark steigende Bevölkerung in der Region Kunduz bringt immer mehr Probleme mit sich, denn neben den rückkehrenden Flüchtlingen brauchen auch die jungen neuen Familien Wohnraum und natürlich Arbeit. Arbeitsplätze sind sowieso das größte Problem Afghanistans und ich bin traurig, dass die internationale Gemeinschaft es nicht schafft, dass der Aufschwung effektiver wird. Da gibt es jetzt zwar schon Kinder mit Realschulabschluss oder Abitur, sogar auch mit Hochschulabschluss, aber es gibt keine Industrie, keine Kraftwerke und somit keine echten Arbeitsplätze. Der Blick auf die Errungenschaften der neuen Zeit, wie Fernsehen usw. erweckt dazu höhere Erwartungen, doch ohne Arbeit und geregeltes Einkommen können die Wünsche nicht erfüllt werden. Das bringt mit sich, dass viele Menschen an dem Aufbau durch die internationale Gemeinschaft zweifeln. Unser kleiner Verein versucht im Rahmen unserer Möglichkeiten den Menschen, insbesondere den Behinderten und den ganz Armen zu helfen. Manchmal gelingt es und dann freuen sich nicht nur diejenigen, denen geholfen wird, es bringt auch uns große Zufriedenheit etwas zum Guten zu bewegen. In Kooperation mit der orthopädischen Werkstatt wurden wieder einmal Rollstühle an Behinderte verteilt, die durch solch ein Hilfsgut besserer Lebensbedingungen erreichen. Wir danken Euch/Ihnen für die Unterstützung unserer Arbeit und hoffen, dass noch zahlreiche weitere Spender gefunden werden, damit wir unsere Aktionen erfolgreich fortsetzen können.
Eure/ Ihre
Sybille Schnehage
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Reise September 2007
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gefährlicher ist es geworden, wenn man sich in Afghanistan aufhält, denn immer weiter schwindet das Vertrauen zu der internationalen Gemeinschaft, denn der wirkliche Aufschwung für das Land lässt immer noch auf sich warten. Natürlich wurden viele Infrastrukturmaßnahmen, besonders in den Städten durchgeführt, aber die Menschen auf dem Lande, dort wo Arbeitslosigkeit das größte Problem ist, warten noch auf die Zeit, in der sie persönlich ein klein wenig am Aufschwung teilhaben können. Für unser Projekt in Katachel ist die Sicherheit kein so großes Problem, denn Dadgul und seine Mitarbeiter haben zu uns Vertrauen und wissen, dass wir alles versuchen um ihnen zu helfen. Dennoch ist es mir nicht erlaubt ohne bewaffneten Begleiter in den Bazar zu gehen, denn man sollte einfach jedes Risiko vermeiden. In den Wochen war es wieder einmal ein großer Tag, als der Neubau in Katachel eingeweiht wurde, eine Schule mit 6 Klassenräumen, die jetzt die Möglichkeiten eines Gymnasiums bietet und die erst durch die Kooperation mit WECF und der holländischen Regierung TMF, sowie durch zwei großzügige Spender möglich wurde. Dort findet jetzt ein Computerzentrum Platz mit Computern, die durch den Versand riesiger Pakete in Katachel angekommen sind. Auch in einer separaten Bibliothek haben in Zukunft die Mädchen und Jungen Zugriff auf Information. Gemeinsam mit dem Oberst Jürgen Setzer vom PRT und dem Botschaftsrat Thomas Ossowski haben wir mit Offiziellen der Provinz nicht nur die Schule eingeweiht, sondern ihr auch den Namen des am 19.5.2007 beim Attentat verstorbenen Soldaten Michael Diebel gegeben um diesen Fußballfreund nicht zu vergessen. Aber bei aller infrastruktueller Hilfe soll auch die Einzelhilfe nicht zu kurz kommen, so dass wir uns entschlossen gerade den Witwen ein Freude zu bereiten. Das war möglich durch den Kauf von 310 Milchziegen, die dann den Frauen übergeben werden konnten, mit wieviel Trara und Geschrei kann man hier leider nur unzureichend weitergeben. Jedenfalls haben sich die Frauen sehr gefreut, denn nun gibt es endlich auch Milch für ihre Kinder. Im Winter haben wir in Eigenleistung 3 Fischteiche angelegt und mit zahlreichen Kleinfischen besetzt. Zur Bearbeitung haben wir ein Fischhaus mit Hilfe von TMF erstellt. Nun machte es richtig Spaß die ersten Exemplare mit dem Netz zu fangen, wobei bisher nur die eine Sorte die Größe erreicht hat, damit sie in der Pfanne landen können. Die andere Sorte hat noch einige Monate Zeit. Damit wird aber die Ernährungssituation in der Region deutlich verbessert. Dazu kommt, dass viele junge Männer endlich Arbeit und Ausbildung erhalten. Einen Schritt, auf den ich lange gewartet habe, haben die jungen Männer in unserem Projekt geschafft, und zwar diejenigen, die bisher Analphabeten sind. Wir haben mit einem Schreib- und Lesekurs begonnen, der nun jeden Donnerstag stattfindet, wobei natürlich unter der Woche Hausaufgaben fällig sind. Es bleibt zu hoffen, dass die Männer durchhalten, denn in der Zeit des Umbruchs wird die Ausbildung immer wichtiger. Ein langjähriger Freund und Mitarbeiter, Taher ist leider im September an Hepatitis B verstorben. Ich konnte ihn nur noch telefonisch verabschieden, denn ein Besuch war mir durch die Infektionsgefahr zu riskant. Ein kleiner Trost ist, dass ich für seine Witwe schnell einen Paten gefunden habe. Aber noch so viele Frauen und Schwerbehinderte bitten um Hilfe durch eine Patenschaft. Mir haben die Frauen und alle Mitarbeiter des Projektes aufgetragen Euch/Ihnen recht herzlich zu danken, denn nur durch Eure/Ihre Hilfe haben die Menschen einen Lichtblick in der Zeit der Unsicherheit und extremen Armut. Vielleicht habt Ihr/Sie Freunde, die auch unsere Arbeit unterstützen möchten. Ein frohes Weihnachtsfest und ein gesegnetes Neues Jahr 2008 wünscht Euch/Ihnen
Eure/ Ihre
Sybille Schnehage
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Reise Mai 2007
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Bergfeld, den 1.6.2007 Liebe Mitglieder, Paten und Förderer, liebe Freunde Afghanistans Eine Reise voller Ereignisse, darunter leider auch sehr tragische, liegt hinter mir, und ich möchte hier versuchen Euch/Ihnen meine Eindrücke zu schildern. Immer wenn ich in Kunduz bin, dann findet ein Freundschaftsspiel zwischen den Fußballern des PRT Kunduz, den deutschen Soldaten, und den jungen Kickern aus Katachel auf unserem Schulhof statt. Diese Spiele sind immer mit vielen Emotionen verbunden und sind bei allen Spielern und Zuschauern sehr beliebt. Diesmal gab es ein sensationelles Ergebnis, denn die deutsche Elf gewann erstmalig 2:1 gegen die Katacheler. Toll war es, dass es ein Rückspiel gab, bei dem dann aber die afghanischen Jungs mit 3:1 siegten. Wichtig war aber der gemeinsame Spaß, was in einem netten Fest im Anschluss an das Spiel deutlich wurde. Nun aber das Traurige an der Geschichte, denn am nächsten Morgen fand das schreckliche Attentat statt und einer unserer deutschen Sportfreunde war unter den Opfern, was wir zutiefst bedauern. Die Katacheler Kicker hängten in tiefer Trauer sein Bild in der Schule auf und wir werden ihn alle nie vergessen. Trotz aller Trauer, die Hilfe für die Menschen in Kunduz muss weitergehen. Unsere Projekte in Katachel und in der Provinz entwickeln sich sehr zu unserer Zufriedenheit. Schön war es, dass beide Schulen, die wir 2006 gebaut haben, sehr gepflegt und sauber sind, ein Zeichen, dass die Schuldirektoren und ihre Kollegen sehr auf die Pflege der Schulen achten, was leider oft nicht selbstverständlich ist. Die zahlreichen Witwen freuen sich über die Unterstützung aus Deutschland, doch immer wieder sind Frauen verschwunden, so dass wir andere Hilfesuchende berücksichtigen. Eine Freude war es, die neuen 90 Ringbrunnen, gefördert durch WECF und TMF zu eröffnen, die in abgelegenen Gegenden die Menschen mit sauberem Trinkwasser in den Höfen versorgen. Damit haben wir bisher in all den Jahren 1050 Brunnen gebaut und versorgen damit fast 30 000 Menschen mit sauberem Wasser. Auch 9 Kleinbrücken, ebenfalls finanziert durch WECF und TMF, konnten der Bestimmung übergeben werden, was eine deutliche Verbesserung der Infrastruktur für die Anlieger bedeutet. Im Moment warten wir noch auf eine Nachricht vom BMZ, welche geplanten Projekte wir in diesem Jahr noch realisieren können. Nun sicher ein Thema, welches alle sehr interessiert. Rahima, das Mädchen, welches lange Zeit in Wolfsburg behandelt wurde, hat einen sehr lieben und netten jungen Mann aus Katachel geheiratet. Damit hat sie die Chance in unserem Projekt weiter tätig zu sein und das, was sie gelernt hat, auch an andere junge Frauen weiter zu geben. Eine Freude war es, dass sie für ihre Pflegemutter zwei schöne Pullunder mit ihren Strickmaschinen gefertigt hat, und dies gemeinsam mit ihrer lernbegierigen Schwägerin. Damit kommt unser Strickmaschinenprojekt ins Laufen, wovon ich mir auf die Dauer sehr viel verspreche. Das Mädchen Kholbibi mit den Klumpfüssen kann wahrscheinlich nicht zur Operation nach Deutschland kommen, da die Operation hier sehr schwierig und die Nachbehandlung sehr aufwendig ist. Schade, denn die Kleine liegt mir sehr am Herzen, denn sie ist so hoffnungsvoll und mutig in ihrem schweren Los. Herzlichen Dank für Eure/Ihre Hilfe und Unterstützung Eure/ Ihre
Sybille Schnehage
Wir trauern mit den Angehörigen der gefallenen Soldaten und den Familien der afghanischen Opfer und hoffen ebenso, dass die Verwundeten schnell und vollständig wieder genesen werden.
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Trauer um die Toten in Kunduz vom 19. Mai 2007
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Der Verein Katachel e.V. spricht den Angehörigen, Freunden und Bekannten der getöteten und verletzten Soldaten und Afghanen sein tiefstes Beileid aus.
Der Vorstand des Vereins
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Reisebericht September 2006
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Bergfeld, den 5.10.2006 Liebe Mitglieder, Paten und Förderer, liebe Freunde Afghanistans Eine anstrengende Reise, beeinflusst durch die schlechter werdende Sicherheitslage, liegt hinter mir, doch unsere Arbeit ist so erfolgreich, dass es immer wieder Freude macht, zu helfen. Ein großer Erfolg war die Eröffnung unserer Ausbildungswolldeckenfabrik für Frauen, denn die Mädchen und Frauen lernen schnell und haben schon viele kuschelige Decken für den kalten Winter produziert. Soweit Decken fertig waren, habe ich sie an die armen Witwen verteilt, die anderen bekommen Decken später nachgereicht. Doch das Problem der Witwen und Waisen ist immer noch riesengroß, denn viele arme Frauen warten auf Unterstützung und wenn ich ablehnen muss, dann fließen immer wieder Tränen. Besonders beeindruckt hat mich Frau Shafika, sie ist keine Witwe, doch wurde sie mit 12 Jahren an einen schwer geistig Behinderten verheiratet, von dem sie 5 Kinder hat. Nun muss sie sich und die Familie durchbringen und hat noch die Sorge mit diesem sehr schwierigen Behinderten. Um ihr zu helfen, habe ich Fenster und Türen in ihr einfaches Lehmhaus einbauen und auch Strom in das kleine Heim legen lassen. Der Hilfstransport mit gesammelten Strickmaschinen, medizinischen Hilfsgütern usw. war eingetroffen, so dass wir einen Teil an das Krankenhaus Kunduz abgeben konnten, wobei dort gerade Brandverletzte gut mit gepflegt werden können. Den anderen Teil (Strickmaschinen) nutzt die Wolldeckenfabrik bzw. die orthopädische Ausbildungswerkstatt (Schienen, Prothesenteile usw.) Eine Freude sind immer wieder die Eröffnungen gemeinsam mit den Angehörigen des deutschen PRT Kunduz. So konnten wir 2 Schulen, eine gefördert durch das deutsche BMZ und die andere gefördert durch das holländische TMF, ihrer Bestimmung und somit den zahlreichen Mädchen und Jungen übergeben. Dies sind jeweils unsere 21. und 22. Schule in Nordafghanistan. Gleichfalls waren die Deutschen bei der Einweihung der Wolldeckenfabrik dabei. Die Einweihungen für die Projekte Brückenbau und Straßenbefestigung werden dann später ohne mich stattfinden. Die orthopädische Ausbildungswerkstatt hat den Betrieb unter Anwesenheit des Gesundheitsministers der Provinz aufgenommen, wo nun nicht nur Versehrte Prothesen erhalten können, sondern auch mit Massagen und Gymnastik viele Behinderungen erleichtert werden sollen. Sauberes Trinkwasser haben seit einigen Wochen zahlreiche Familien auch in der Gegend von Anghor Bargh, einer Ebene mit wenig Feuchtigkeit, denn wir konnten insgesamt weitere 60 Ringbrunnen bauen. Dies ist immer wieder eine besonders sinnvolle Arbeit, denn Gesundheitsvorsorge beginnt mit reinem Trinkwasser. Unsere Absicht, in der Ebene von Dashti Archi Brunnen zu bauen, konnte nicht umgesetzt werden, denn dort ist der Wasserstand mit 18 Metern zu tief, so dass ein Bau mit üblichen Mitteln zu gefährlich und zu teuer ist. Das Mädchen Kholbibi hat Klumpfüsse und hofft, dass wir eine Möglichkeit finden, sie hier in Deutschland operieren zu lassen. Da ist zunächst wieder das Problem, eine Pflegefamilie zu finden. Kholbibi ist etwa 9 Jahre alt, also noch ein richtiges kleines Mädchen. Unser letztes Pflegekind Rahima wollte eigentlich in unserem Wolldeckenprojekt arbeiten, doch ihre uneinsichtige, leider auch gewalttätige Familie erlaubt dies nicht, so dass wir ihr nicht weiter helfen können. Es ist schade, aber es warten andere Mädchen und Jungen, die Hilfe brauchen, so dass Rahima eben allein ihren Weg gehen muss. Auf Beschluss des afghanischen Parlamentes bereits im Mai (damals waren in Kabul Unruhen, so dass ich nicht dorthin reisen konnte) wurde mir jetzt die Afghanische Verdienstmedaille, die Malalai-Medaille, verliehen, eine Ehre, die bisher keiner Person in der gesamten Provinz Kunduz zuteil wurde. Ferner erhielt ich nach Beschluss des Senates der Universität Kabul in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Kunduz die Ehrendoktorwürde, überreicht durch Senator Kakar und andere Würdenträger Afghanistans. Eine große Ehre für unseren ganzen Verein und alle Mitglieder und Förderer, aber auch eine Verpflichtung, weiter zu helfen. Doch dies kann ich nicht allein, dafür brauche ich Eure/ Ihre Unterstützung. Vielleicht haben Sie/habt Ihr Freunde, die uns bei unserer Arbeit ebenfalls zur Seite stehen möchten. Ich danke allen für Ihre Hilfe zu Helfen und wünsche ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes Jahr 2007
Ihre/Eure Sybille Schnehage
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Rahima kehrte gesund in ihre Heimat zurück
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Nach fast 11 Monaten konnte Rahima, ein 14 Jähriges Mädchen mit einem verkrüppelten Knie, geheilt in ihre Heimat Kunduz zurückreisen, natürlich mit viel Gepäck für ihr zukünftiges Leben. Damit war eine langwierige Behandlung sehr erfolgreich. All dies wurde ermöglicht durch eine Kooperation mit dem Lionsclub Wolfsburg Fallerslaeben, dem Krankenhaus Wolfsburg, der Pflegefamilie Neugebauer und allen anderen Helfern, die Katachel e.V. zur Seite standen.
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Reise Mai 2006
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Bergfeld, den 16.06.2006 Liebe Mitglieder, Paten und Förderer, liebe Freunde Afghanistans das Leid der afghanischen Bevölkerung ist immer noch immens, dies war wieder einmal festzustellen, als ich jetzt im Mai das Patenschaftsgeld an die zahlreichen Witwen und Behinderten übergeben habe. Die medizinische Versorgung ist noch absolut unzureichend und dann auch für viele Frauen unbezahlbar, so dass zahlreiche Krankheiten und Verletzungen nicht behandelt werden und zu großen Spätschäden führen. Da ist der Junge Daud, etwa 12 Jahre alt, dessen Nerven im linken Bein durch eine Kinderlähmung zerstört sind, so dass die Muskulatur im Bein völlig verkümmert ist, was mit sich bringt, dass der Junge auf einem Bein mit Krücken nur hüpfen kann. Der Junge ist sonst sehr pfiffig und könnte bei entsprechender Förderung einen sitzenden Beruf ausüben, allein, es fehlen dort im Dorf die Möglichkeiten. Der Junge Rashid(14 Jahre alt) hat eine Minenladung ins Gesicht bekommen und ist seither blind und auf fremde Hilfe angewiesen und das Mädchen Nekbat(14) hat bei einer Explosion nicht nur ihre Eltern verloren, sondern auch ihre beiden Arme. Patenschaften können das Leid etwas ablindern, aber leider nicht das eigentliche Grundproblem lösen. So bin ich oft sehr traurig und träume gerade, wenn ich wieder in Deutschland bin, von den Kindern um die Erlebnisse zu verarbeiten. Andererseits sind auch viele Familien glücklich über die Patenschaften und lassen alle Spender in Deutschland herzlich grüssen. Ich habe diesmal selbst fotografiert, daher bin ich nicht auf den Bildern zu sehen, dies ging aber so dann auch viel zügiger und man hatte mehr Zeit mit den Frauen zusprechen. Unser Projekt in diesem Jahr haben wir erst teilweise begonnen, denn die Bezuschussung vom Bundesministerium ist erst für Ende Juli zu erwarten. So haben wir die Schule Za Khel, gefördert durch WECF und die holländische Regierung TMF, begonnen und ich denke, dass sie bereits im Juli bezugsfertig sein wird. Dort haben wir auch die neueste Variante der Trockentoilette eingebaut, was nach und nach Akzeptanz findet und damit ein großer Umwelterfolg wird. Ebenso haben wir mit der Schule in den Bergen von Bangi Bargh begonnen, wobei diese im September eingeweiht werden kann. Die Schule Bolakawol, gebaut in Kooperation mit der japanischen Botschaft, konnte am 11.6.2006 von den regionalen Verantwortlichen, dem japanischen Vertreter und dem Leiter des PRT Kunduz Oberst Patzki ihrer Bestimmung übergeben werden. Das verletzte Mädchen Rahima soll in den nächsten Wochen, nach erfolgreicher Behandlung im Wolfsburger Klinikum, nach Afghanistan zurückkehren, so dass sie dann das Wolldeckenprojekt und die Strickerei leiten kann. Dazu haben wir mit dem Haus begonnen, die Wände stehen schon, und eine Näherin im Dorf hat bereits mit der Produktion der warmen Schafwollsteppdecken begonnen. Ebenso werden gerade die gesammelten Strickmaschinen transportfertig gemacht. In dieser kleinen Ausbildungsstätte können dann die jungen Mädchen lernen, wie man Decken oder Pullover anfertigt, so dass sie sich dann später selbstständig machen können und eigenes Geld verdienen,- der erste Schritt zur Eigenständigkeit. Um den Behinderten zu helfen, möchten wir ab August dann eine orthopädische Werkstatt eröffnen, in der dann einfache Prothesen angefertigt werden können und in der junge Männer den Beruf des Orthopädiemechanikers erlernen. Die Behinderten in unserer Schuhfabrik fertigen inzwischen auch wunderbare Schultaschen mit Mäppchen an, die dann gefüllt mit Stiften und Heften an die Kinder in den Schulen weitergegeben werden können. Der Bau von Brunnen, Brücken und die Befestigung von Straßen können auch erst im August beginnen, da dies teilweise von der Verabschiedung des Bundeshaushaltes und damit von der Genehmigung durch das BMZ abhängt. So haben wir in diesem Jahr sehr viel Arbeit, insbesondere aber hier in Deutschland beim Sammeln, da die Spendenbereitschaft nicht mehr so groß ist, wie vor zwei Jahren. Dennoch lassen wir uns nicht entmutigen, auch nicht von der schlechter werdenden Sicherheitslage, und freuen uns über all die Dinge, die wir realisieren können um den ärmsten Menschen in Afghanistan zu helfen. Und so fahren wir immer noch mit dem alten klapprigen Geländefahrzeug herum, sparen an allen Ecken und Enden in der Verwaltung, damit die, uns so wichtigen Projekte, realisiert werden können. Alles Gute für Sie/Euch verbunden mit dem herzlichen Dank für Ihre/Eure Hilfe zu Helfen Ihre/Eure
Sybille Schnehage
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Infobrief April 2006
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Ein Winter voller Ereignisse liegt hinter uns, denn Dadgul war hier zur Operation und es lief leider nicht so ab wie geplant, so dass er länger in Stuttgart bleiben musste und sich somit die Rückfahrt verzögerte. Es war ein großes Glück, dass eine Krankenschwester aus dem Katharinenhospital ihn in der Zeit bei sich aufnahm und ihn betreute. Nun ist er aber wieder in Katachel und hat sehr viel zu tun. Gestern zum Beispiel hat er zusammen mit der Bundeswehr ein Ultraschallgerät und einige Rollstühle an das Krankenhaus in Kunduz übergeben können. Die Sachen waren in Wolfsburg gespendet worden und konnten nun, nach einer eingehenden Schulung eines Arztes, unter Teilnahme des deutschen Botschaftsrates, der afghanischen Presse und TV-Kunduz übergeben werden. Ich denke, damit kann vielen Menschen geholfen werden. Eines unserer wichtigen Ziele 2006 ist die Hilfe für Behinderte und eben auch eine orthopädische Werkstatt, in der dann in Kunduz direkt Prothesen hergestellt werden können. Dazu fehlen uns aber noch Paten, die uns helfen, die Gehälter der Männer zu bezahlen. Vielleicht habt Ihr/Sie Freunde, die Interesse an einer solchen Patenschaft hätten(50,-€ monatlich-kann man sich auch teilen). Unsere kleine Patientin Rahima ist auf dem besten Wege gesund zu werden, doch braucht sie noch viele Gehübungen um den Schaukelgang, der auch die Hüfte belastet, sich abzugewöhnen. Ein Dank geht da an den Lionsclub Wolfsburg Fallersleben und Dr. Klein vom Klinikum Wolfsburg, die die OP ermöglicht haben, aber insbesondere an Familie Neugebauer, die tolle Ersatzeltern sind. Nun muss Rahima viel lernen um dann in Katachel ein Wolldeckenprojekt für Frauen aufbauen zu können. Hier in Deutschland gab es auch viel Arbeit. Durch unsere Kooperation mit WECF und damit TMF(Auswärtiges Ministerium Niederlande) war ich gebeten worden beim 4. WorldWaterForum in Mexico City einen Vortrag zu halten und reiste im März dorthin um unser Projekt, insbesondere den Aspekt Wasserversorgung und Toiletten, darzustellen. Es war ein sehr beeindruckendes Erlebnis, wobei ich natürlich hoffe, weitere Unterstützung für den Brunnen- und Schulbau zu finden. In Katachel wartet alles auf den Projektbeginn für 2006. Leider verzögert sich in diesem Jahr die Haushaltsverabschiedung der Bundesregierung, so dass unser Antrag bisher noch nicht entschieden wurde. Ich sehe nur, dass in diesem Jahr das Spendenaufkommen schwieriger geworden ist, so dass wir mit jedem Cent dreimal rechnen müssen. Ich hoffe, dass sich vielleicht doch wieder einige Spender oder Spendergruppen dazu entschließen, unsere Projekte zu fördern. Ich wünsche allen Spendern im Namen von Dadgul, Rahima und allen Freunden in der Provinz Kunduz einen schönen Frühling Eure
Sybille Schnehage
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BMZ-Staatssekretärin Karin Kortmann
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BMZ-Staatssekretärin Karin Kortmann besucht Mädchenschule in Kunduz 21.April 2006 Anlässlich ihres Informationsaufenthaltes in der afghanischen Provinz Kunduz besuchte die Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung BMZ Frau Karin Kortmann auch die Mädchenschule Aliabad, die vom Bergfelder Verein Katachel e.V. in Kooperation mit der GTZ im Jahr 2005 gebaut wurde. Die Lehrerinnen empfingen den deutschen Gast mit viel Applaus, hat doch die deutsche Hilfe ermöglicht, dass jetzt 600 Mädchen die Möglichkeit haben Lesen und Schreiben zu erlernen. Projektleiter Dadgul Delawar berichtete der Ministerin von dem Bau der verschiedensten Schulen in der Region und über die weiteren geplanten Projekte. Dabei fand er eine kompetente Zuhörerin, denn vor einigen Wochen hatte die Vereinsvorsitzende Sybille Schnehage bereits ein eingehendes Gespräch mit Frau Kortmann im Reichstag, denn der Wolfsburger SPD-Bundestagsabgeordnete Hans Jürgen Uhl, der zugleich Mitglied des Entwicklungsausschusses ist, hatte dies Gespräche vermittelt um damit die Arbeit des kleinen Vereins aus dem Raum Gifhorn Wolfsburg zu unterstützen. Dass der Verein sehr effektiv versucht die Probleme der Region zu verstehen und dann in Zusammenarbeit mit den Bürgermeistern und den Verantwortlichen der Provinz zu lösen machte der Gouverneur der Provinz Kunduz Ingenieur Omar in einem gemeinsamen Gespräch deutlich. Der Verein Katachel e.V. freut sich über die Unterstützung, die die Arbeit durch die Initiative durch MdB Hans- Jürgen Uhl erfahren hat, und die Mitglieder hoffen, dass auch die Projekte des laufenden Jahres, wie die Einrichtung einer orthopädischen Werkstatt, der Bau der Schulen und der Bau der Wollverarbeitungseinrichtung durch Spenden der Bürger der Region Gifhorn Wolfsburg zu realisieren sind.
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Grundstein für die 21. Schule gelegt
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Grundstein für die 21. Schule gelegt 600 Mädchen und Jungen werden hier lernen können, in der Schule Zakhel in der Provinz Kunduz, deren grundstein am 18.4.2006 im feierlichen Rahmen gelegt wurde.
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Katachel e.V. beim 4.WorldWaterForum in Mexico
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Katachel e.V. beim 4.WorldWaterForum in Mexico In einer Präsentation trug die 1. Vorsitzende des Vereins Katachel e.V. Sybille Schnehage anlässlich des Weltwasserforums in Mexico City über die Probleme Afghanistans und die bereits durch den verein realisierten Projekte vor und erhielt dafür große Anerkennung. Auch im Jahr 2006 sollen Projekte im Bereich Wasser umgesetzt werden, so in Kooperation mit WECF und TMF der Bau von 60 Brunnen und der Bau einer Schule mit Trenntrockentioletten und einen dazugehörigen Erziehungsprogramm.
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Ultraschallgerät und Rollstühle reisen nach Kunduz
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Ultraschallgerät und Rollstühle reisen nach Kunduz Ein Ultraschallgerät spendete der Wolfsburger Internist Dr. Rolf Otto dem Verein Katachel, und dies wertvolle Hilfsgut geht mit 20 Rollstühlen auf die Reise nach Kunduz, wo diese Dinge durch die Bundeswehr dem Krankenhaus in Kunduz übergeben werden.
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Rahima kann schon Fahrradfahren
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Rahima kann schon Fahrradfahren Glücklich ist sie, die 13-jährige Rahima, denn nach der Operation im Wolfsburger Krankenhaus geht es ihr von Tag zu Tag besser. Zwar wird sie den Fixateur noch 2-3 Monate tragen müssen und Krankengymnastik, verbunden mit Schmerzen, steht auch noch jeden Tag an, aber damit verbunden ist auch eine stetige Verbesserung der Beinbeweglichkeit und der Muskelmasse zu bemerken. Auch die liebevolle Pflegefamilie Neugebauer trägt viel dazu bei, dass auch das Selbstbewusstsein des Mädchens wächst, und so war es keine Frage,als sie ein Behindertendreirad geschenkt bekam, dass Rahima es gleich ausprobierte und eine Runde auf der anliegenden Strasse fuhr. Auch im TV-Sender Sat1 wurde dieser deutliche Erfolg gezeigt, was Rahima natürlich doppelt stolz macht. Voraussichtlich wird Rahima noch bis zum Sommer in Deutschland bleiben und dann als echte Wolfsburgerin nach Katachel und Kunduz zurückkehren.
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VfL Wolfsburg II
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VfL Wolfsburg II spielte gegen afghanische Nationalmannschaft In einem Freundschaftsspiel zwischen der Mannschaft VfL Wolfsburg II und der afghanischen Nationalmannschaft in Blankenburg besiegten die Wölfe das Team vom Hindukush mit 5:2 Toren. Ermöglicht wurde dies Spiel durch den Geschäftsführer Amateurfußball des VfL Wolfsburg Bernd Sudholt, der nach Gesprächen mit VfL Präsidiumsmitglied und FB-Aufsichtsratsmitglied Sybille Schnehage, die auch gleichzeitig Vorsitzende der Hilfsorganisation Katachel e.V. ist, diesen Termin mit dem DFB absprach und die Fahrt von Wolfsburg nach Blankenburg organisierte. Sybille Schnehage dankt allen Beteiligten für ihre Bemühungen den Jungen Kickern aus Afghanistan so ein Highlight des Fußballs zu ermöglichen.
Katachel e.V. hat selbst seit 1998 ein Fußballprojekt in der Provinz Kunduz, welches seit Jahren die jungen Männer an diese sinnvolle friedensbringende Freizeitbeschäftigung heranführt. (siehe Sport)
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Reise Juli August 2005
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Bergfeld, den 14.9.2005 Liebe Mitglieder, Paten und Förderer, liebe Freunde Afghanistans,
eine überaus erfolgreiche Reise liegt wieder einmal hinter mir und damit verbunden die Freude so effektiv geholfen zu haben. Zunächst zum letzten Infoblatt. Der kleine Junge mit dem deformierten Unterschenkel wurde im PRT Kunduz von den deutschen Ärzten operiert und kann jetzt laufen und springen, als wäre nichts gewesen. Er geht seit August in Katachel zur Schule. Das Mädchen Rahima habe ich mitgebracht und Familie Neugebauer in Ehmen kümmert sich liebevoll um das Mädchen, wobei Dr. Klein im Klinikum Wolfsburg in Kooperation mit dem Lionsclub Wolfsburg Fallersleben die medizinische Behandlung durchführen wird. Beide Schulen, deren Grundstein ich im Frühling gelegt habe, Moussassai(gebaut mit Marhama e.V., dem Lionsclub Wolfsburg Vorsfelde und zahlreichen privaten Spendern) und Akakhel(gebaut mit WECF und TMF(holländisches Außenministerium) und dem niedersächsischen Bingo Lotto) sind fertig und konnten zusammen mit dem neuen deutschen Kommandeur des PRT Kunduz Oberst Iben und dem holländischen Vertreter im PRT v.d. Heiden, sowie zahlreichen lokalen Vertretern eingeweiht werden. Hinzu kamen 4 Einweihungen von Schulen, die wir vor Ort in Kooperation mit der GTZ gebaut haben, so dass wir jetzt bereits in 19 Schulen in der Region Kunduz und in der Provinz Takhar den Mädchen und Jungen die Möglichkeit zum Lernen geben. Bei den Einweihungen konnte ich den Kindern ganz besondere Freude machen, denn ich hatte für die Jungen Cappies dabei und die Mädchen erhielten insgesamt 1000 Paar Schuhe, die in der Schuhfabrik Katachel angefertigt wurden. Die Schuhverteilung ist gerade jetzt in der Zeit des nahenden Winters von großer Wichtigkeit für die Ärmsten der Region. Für die Lehrerinnen und Lehrer hatte ich Federmäppchen mitgenommen. Neben den Schuhen fertigen unsere Arbeiter in der Schuhfabrik auch Zelte, die die Bundeswehr dann verteilt. Diese Aktion schafft nicht nur Arbeit, sondern auch große Freude bei denjenigen, die dann von der Bundeswehr und den Vertretern des Auswärtigen Amtes diese Zelte erhalten. Die meiste Arbeit in diesem Jahr war im Bereich Brücken und Straßenbau zu leisten, denn 32 kleine Brücken, 5 größere Brücken, 29 km Straße und 62 Brunnen machen richtig viel Mühe, schaffen aber zugleich Arbeit für viele Menschen und eine große Verbesserung der Lebensbedingungen. Diese große Hilfe ermöglichte uns das BMZ mit einem großen Zuschuss, denn ohne diese öffentliche Hilfe wäre solch eine großartige Infrastrukturmaßnahme nicht durchführbar gewesen. Über 300 Witwen waren natürlich auch wieder gekommen um das Patenschaftsgeld in Empfang zu nehmen. Auch beim Verteilen sehe ich immer wieder die große Not der Menschen, denn Missbildungen an Armen und Beinen, Ausschläge in den Gesichtern, Pilzerkrankungen der Haut und armseligste Kleidung zeigen, unter welch oft menschenunwürdigen Umständen manche Witwen leben. Dennoch muss ich viele Frauen, die eben noch keine Patenschaft haben mit ein paar Afghani (dem afghanischen Geld) wieder wegschicken. Wenn man diese Arbeit macht, dann darf man sich nicht beirren lassen und muss immer die positiven Aspekte sehen. Es ist eine Freude, wie viele Kinder jetzt schon schreiben können, so dass unsere Quittungen jetzt nicht mehr nur aus Fingerabdrücken bestehen. Das ist echte Hilfe zur Selbsthilfe, die den Kindern eine neue Zukunft ermöglicht. Vielleicht haben Sie/Ihr Freunde oder Bekannte, die auch Interesse hätten, diesen Frauen und Kindern zu helfen, damit wir durch Patenschaften die Tränen zu Tränen der Freude machen können. Ich danke allen Spendern im Namen unserer afghanischen Freunde und wünsche Ihnen/Euch eine schöne Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes erfolgreiches Jahr 2006
Eure/ Ihre
Sybille Schnehage
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Brigadegeneral Berk besuchte Katachel
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Brigadegeneral Berk besuchte Katachel Bei seinem Besuch in Kunduz nahm sich Brigadegeneral Berk auch die Zeit das Projektdorf Katachel zu besuchen um sich dort direkt einen Eindruck von der Aufbauarbeit zu gewinnen. Auf dem Besuchsplan stand zunächst die Ausbildungsschuhfabrik in der zur Zeit Zelte genäht werden, die dann in den Schulen als Zusatzklassenzimmer eingesetzt werden können. Doch auch die örtliche Schweißerei und die Tischlerei fanden Interesse. Die Aktion "Häuser für die Ärmsten bauen" war ein weiterer Punkt, denn dort werden für Verletzte einfache Lehmhäuser, teilweise unter Einbeziehung der späteren Nutzer, erstellt; unter anderem auch in Kooperation mit der Bundeswehr für das verletzte Mädchen Rahima. Die neue Brücke in Katachel zum Nachbardorf Nassar zeigte, wie zügig und zuverlässig in diesem Projekt gearbeitet wird. Beim gemütlichen Tee im Bürio des Vereins Katachel e.V. traf dann der Hildesheimer den kleinen Hildesheimer, denn Mirajan, der 7-jährige verbrannt Junge, dem das Krankenhaus Hildesheim so liebevoll geholfen hatte, war gekommen um mit dem General zu plaudern. Und so dankte der Vater des kleinen Jungen den Hildesheimern noch einmal recht herzlich für die so wichtige Hilfe. Der Besuch von General Berk war für Katachel e.V. ein Zeichen, wie optimal zivile und militärische Helfer gemeinsam für den Aufbaus Afghanistan tätig sein können.
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Rahima braucht Hilfe
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Ein langes Leiden wurde endlich gemildert, denn Rahima kann jetzt wieder mit einer Schien gehen. Gemeinsam wollen Katachel e.V. und die deutschen Soldaten in Kunduz für Rahima ein einfaches Lehmhaus bauen lassen. Es war ein großes Glück, als die 15 jährige Rahima am 12. April die Leiterin des Hilfsprojektes Katachel e.V. Sybille Schnehage traf, denn diese Begegnung war ein positiver Wendepunkt im Leben des hübschen Mädchens. Seit frühester Kindheit ist Rahima schwer gehbehindert, denn eine massive Missbildung des rechten Knies trug dazu bei, dass sie nur gebückt gehen konnte, und dies verbunden mit starken Schmerzen. Die Begegnung mit der Vorsitzenden des Vereins ergab eine Kette von Hilfsleistungen, denn gleich waren auch die Soldaten des PRT Kunduz bereit dem Mädchen ebenfalls zu helfen, und das Mädchen wurde in der kleinen Rettungsstation operiert. Jetzt ist das Bein gerade gerichtet und mit einer Schiene fixiert, so dass Rahima mit einer Gehhilfe gehen kann. Eine Riesenfreude war dies für das traurige Mädchen, so dass es jetzt stahlt, wenn es die deutschen Soldaten, oder andere deutsche Helfer trifft. Rahima kommt aus extrem armen Verhältnissen, und so war es allen Deutschen klar, Rahima muss aus der Lehmhöhle, in der sie jetzt wohnt, raus und daher startet die Aktion „Ein Lehmhaus für Rahima“. Alle Kosten für das einfache Lehmhaus mit 3 Zimmern, Küche und Latrine inclusive Grundstück beträgt ca, 4000,- €, eine Summe, die dann das schwere Schicksal deutlich verbessern würde. Katachel e.V. hofft, dass es Menschen mit Herz gibt, die für diese direkte Hilfe spenden. Gespendet werden kann bei Katachel e. V. Kontonummer 014 160 006 bei Sparkasse Gifhorn Wolfsburg Bankleitzahl 269 513 11 unter dem Stichwort „Haus für Rahima“.
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Reisebericht April 2005
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Bergfeld, den 20.5.2005 Liebe Mitglieder, Paten und Förderer, liebe Freunde Afghanistans, eine Reise voller neuer Eindrücke liegt hinter mir, denn immer wieder trifft man auf persönliche Schicksale, die einen nicht mehr loslassen. So begegnete ich einem kleinen Jungen, der vor 4 Jahren(in der Zeit der Taliban) einen schweren Unfall hatte und dessen gebrochenes Schienbein völlig schief zusammengewachsen war, so dass er fast zwei Knie an einem Bein zu haben schien. Durch unsere Kooperation mit der Bundeswehr gelang es mir, dass die deutschen Ärzte den Jungen nicht nur untersuchten, sondern in den ersten Maitagen auch operierten. Ebenso hatte das hübsche 15-jährige Mädchen Rahima Glück, deren verwachsenes Knie schnell bei dem PRT Kunduz (dem deutschen Camp) behandelt werden konnte, wobei es jetzt natürlich viele Monate einen Gipsverband tragen muss. Auch für Rahima, deren Familie extrem arm ist, suche ich eine Patenschaft. Meine Hauptarbeit lag wieder im Verteilen der Patenschaftsgelder an die Witwen, wobei oft im Vorfeld meiner Reise die Frage von den deutschen Partnern nach den Kindern der Familien kam. Nun habe ich dies mal genau erfragt; manche Frau hat 6 oder 8 Kinder und wohnt weit von Katachel entfernt. Nun kann sie aber nur 2 Kinder mitnehmen, da sie den Weg per Anhalter fährt. Für die komplette Familie bräuchte man ein eigenes Fahrzeug, also richtig teure Taxigebühren. Daher kommt es also, dass oft andere Kinder auf den Bildern zu sehen sind. Ein weiteres Thema war die Erfragung der Lebensumstände der Witwen. So war manchmal eine Frau verheiratet, der Sohn hatte eine Arbeit gefunden oder die Frau war zu Verwandten gezogen und nicht mehr zu finden. Dann habe ich jeweils die Patenschaft auf eine andere bedürftige Familie übertragen, denn es warten zahlreiche allein stehende Frauen und weinen um Unterstützung. Natürlich ging es auch um unsere Projekte in diesem Jahr, wie den Bau von 3 Groß- und 36 Kleinbrücken, die Befestigung von 29 km Straße, den Bau von 62 Ringbrunnen und von 2 Schulen. Ein großer Teil wird in Kooperation mit dem BMZ realisiert, die Schule in Akakhel, 1 Kleinbrücke und 12 Brunnen mit dem WECF bzw. dem TMF(der holländischen Regierung) und dem niedersächsischen Bingo Lotto, und die Schule in Moussassai werden wir in Zusammenarbeit mit dem islamischen Verein Marhama e.V. und, wenn möglich, mit einem weiteren Partner und allgemeinen Spenden ermöglichen. Dies bedeutet viel Arbeit, hier beim Sammeln der Eigenfinanzierung, und viel Arbeit dort für unsere ganzen Mitarbeiter. Arbeit für die afghanische Bevölkerung, dies ist eigentlich unser Hauptziel, und so ist es eine gute Sache, dass wir jetzt mit unserer Ausbildungsschuhfabrik auch für das PRT Zelte anfertigen können. Ebenso stellt unsere Schweißerei Toilettenstühle her, denn bei der Verteilung der 170 Rollstühle aus dem Raum Gifhorn Wolfsburg war vom Behindertenminister gerade dieser Bedarf festgestellt worden. Manche Rollstühle habe ich vergeben und es lief mir ein Schauer über den Rücken, wenn ich sah, dass der eine Junge eine vollständige Lähmung und dazu Lepra hatte oder eine junge Frau ihre Beine im Minenfeld verloren hatte. Ein schöner Tag war, als die deutschen Soldaten vom PRT, die eigentlich aus dem niedersächsischen Wesendorf sind, nach Katachel kamen, um gegen die Katacheler Jungen ein Trainingsspiel zu machen. Ich glaube, es machte allen viel Spaß und bleibt danach sicherlich auch den deutschen jungen Männern unvergesslich. Ihr seht, es ist viel zu tun, aber natürlich nur mit der Hilfe der zahlreichen Spender in Deutschland. Der Eigenanteil für den Schulbau ist noch nicht beisammen, aber ich hoffe, dass unsere Unterstützer auch ihren Freunden von unserem so übersichtlichen und klaren Projekt der direkten Hilfe erzählen. Die afghanischen Kinder, die Frauen und Männer, bestellen immer wieder herzliche Grüße an alle Katachel-Spender und erzählen von der traditionellen Deutsch-Afghanischen Freundschaft.
Ich danke allen für die freundliche Unterstützung und verbleibe mit freundlichen Grüßen,
Eure/Ihre
Sybille Schnehage
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Rollstühle aus Bergfeld
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Rollstühle gehen aus Bergfeld auf die weite Reise nach Kunduz Um den Menschen in Nordafghanistan zu helfen, insbesondere um das Los der Behinderten zu lindern, verluden Helfer des Vereins Katachel e.V. in Bergfeld zusammen mit Soldaten der Panzergrenadiere Wesendorf über 70 Rollstühle, 80 Rollatoren, 2 Krankentragen, 10 Prothesen, 8 Bündel Gehhilfen und behindertengerechte Schuhe auf einen Großlaster, damit diese Hilfsgüter per Flugzeug ins Land am Hindukush transportiert werden können. Die Bundeswehr wird diesen Transport organisieren, und es werden dann auch die Bundeswehrsoldaten aus Wesendorf sein, die in Kunduz für 6 Monate ihren Dienst tun, die mit ihrem Cimec-Projekt(Hilfsprojekt der Bundeswehr) gemeinsam mit dem afghanischen Mitarbeiter des Bergfelder Vereins Katachel e.V. Dadgul Delawar diese Dinge an Bedürftige weitergeben. Die Verteilung erfolgt in Abstimmung mit den Verantwortlichen in den drei Nordprovinzen immer in verschiedenen kleinen Gesundheitsstationen, dort, wo bisher keine Rollstühle oder ähnliche Güter vorhanden sind. Da es in Afghanistan sehr viele Minenopfer gibt, die bisher keinerlei Unterstützung bekamen, ist diese Lieferung und die Verteilung ein klares Zeichen, dass die Gemeinschaft der deutschen Helfer in Kunduz als wichtigstes Ziel die Verbesserung der Situation der Menschen hat. Bereits in den letzten Wochen wurden 90 Rollstühle, die im Dezember auf die Reise gingen, verteilt, wobei das Pressezentrum in Kunduz die Fotos nach Deutschland schickte, damit die Leser der Zeitungen auch die Verteilung dokumentiert bekamen. Die meisten der Hilfsgüter kamen dieses Mal aus dem Emmausheim Wolfsburg, aber auch aus Wolfenbüttel oder von privaten Spendern. Eine weitere Lieferung wird in den nächsten Monaten nicht möglich sein. So wird sich der Verein in den nächsten Wochen auf die Hilfe für Witwen in der Region Kunduz konzentrieren, denn noch viele alleinstehende Frauen hoffen gemeinsam mit ihren Kindern, dass ihre Notlage durch eine Patenschaft aus Deutschland gemildert wird. Auskünfte erteilt Sybille Schnehage in Bergfeld Tel 05368 505.
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Festliche Einweihung der neuen Schule Aynul Majer
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Schuleinweihung durch Wesendorfer Panzergrenadiere beim Deutschen Einsatzkontingent in Kunduz/Nordafghanistan
Es war einer dieser herrlichen ersten Frühlingstage in der Gemeinde Ag Tapeh im Tal des Flusses Kunduz in Nordafghanistan. Gerade noch rechtzeitig vor dem Schulbeginn in drei Wochen wurde die Gemeinschaftsschule Aynul Majer, inder in Wechselschicht Mädchen und Jungen unterrichtet werden, feierlich eröffnet. Der Bau dieser Schule wurde durch eine gemeinsame Aktion des Bergfelder Vereins Katachel e.V. und des Panzergrenadierbataillon 332 aus Wesendorf ermöglicht, wobei auch Mittel des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung BMZ in den Bau mit einflossen. Durch verschiedene Sammelaktionen, sei es bei Benefizkonzerten der Bundeswehr, bei Sammlungen des Vereins Katachel e.V., unter anderem beim Burgfest Brome, oder Spendenaktionen verschiedener Gemeinden und Vereine, war die Summe zusammengekommen um den turkmenischen Kindern in Aynul Majer Chancen für eine neue Zukunft zu bereiten.. Viele Gäste waren der Einladung zur Eröffnung gefolgt. Der Gouverneur der Provinz Kunduz, Ingenieur Muhammad Omar, der Bürgermeister von Kunduz, Djahan Gir und der Vertreter des Bildungsministeriums Herr Fähnel betonten in ihren Ansprachen die Bedeutung der Schulen für den Aufbau des Landes und bedankten sich herzlichen bei den Initiatoren der Spendenaktion. „Mit der Spendenaktion wollten wir Soldaten aus Wesendorf einen Beitrag für eine friedliche Zukunft Afghanistans leisten. Die Kinder sind die Zukunft des Landes “, sagte der stellvertretende Kommandeur des Provincial Reconstruction Team (PRT) Kunduz Oberstleutnant i.G. Thomas Fischer, der auch der Kommandeur der Wesendorfer Panzergrenadiere in Deutschland ist. Anlässlich dieser Einweihung wurden auch 250 Paar Kinderschuhe verteilt, für die der Verein Katachel e.V. im Raum Gifhorn Wolfsburg Spenden gesammelt hatte. Gerade die Kinder in der Region um die Schule Aynul Majer haben dabei erstmalig Schuhe aus der kleinen Ausbildungsschuhfabrik in Katachel erhalten. Der afghanische Leiter der Organisation, Dadgul Delaware, erzählte den Kinder stolz über die zahlreichen Aktionen, die diese Hilfe aus Deutschland erst ermöglichen.. Mit einem reichhaltig gedeckten Tisch bedankten sich die Gemeinden bei einem anschließenden gemeinsamen Essen und freuen sich weiterhin auf diese positive friedensbildende Zusammenarbeit. Auch in diesem Jahr möchte der Verein Katachel Hilfe für die afghanischen Kinder leisten und mit verschiedenen Projekten die Zukunftschancen verbessern. So ist es Ziel eine Schule für 800 Kinder in Akakhel in der Wüstehochebene südlich von Kunduz zu bauen. Dafür werden aber noch zahlreiche Spenden benötigt. Wer diese Hilfe mit unterstützen möchte, kann auf das Konto Katachel e.V. Kontonummer 014 160 006 bei der Sparkasse Gifhorn Wolfsburg BLZ 269 513 11 unter dem Stichwort „Kunduzhilfe“ einzahlen. Eine Spendenquittung wird erteilt.
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Wolfsburger Rollstühle für die Kranken in Kunduz
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Wolfsburger Rollstühle für die Kranken in Kunduz Große Freude bereiteten der Kommandeur des PRT Kunduz Oberst Axel Binder, sein Stellvertreter Oberstleutnant Thomas Fischer und der Leiter des Cimec-Bereiches Oberstleutnant König, als sie im Krankenhaus Kunduz Hilfsgüter aus Wolfsburg verteilten. Der Verein Katachel e.V. hatte diese Rollstühle vom St. Elisabethheim erhalten und diese gemeinsam mit der Bundeswehr auf die weite Reise nach Nordafghanistan geschickt. Durch die Geschehnisse in Südostasien hatte sich der Transport verzögert, sehr zur Freude der Soldaten aus Niedersachsen, die jetzt seit Jahresanfang dort ihren Dienst tun, denn so können sie persönlich diese so wichtigen Hilfen für die Ärmsten in der Region der drei Nordprovinzen verteilen. Am Dienstag war der erste Verteilungstermin gemeinsam mit dem stellvertretenden Gouverneur Daud Haschemi und dem Gesundheitsbeauftragten der Provinz, sowie dem Projektleiter des Vereins Katachel e.V. Dadgul Delawar, und weitere Termine in ablegenen Gegenden sind bereits ins Auge gefasst, so in Dashti Qala in der Provinz Takhar und anderswo. Im Krankenhaus Kunduz wurden 20 Rollstühle, 20 Rollatoren und 5 Krankentragen übergeben, wodurch eine deutliche Verbesserung der Versorgung der zahlreichen Patienten gewährleistet ist. Damit macht das Team des PRT deutlich, wie wichtig helfende Aktionen für die Soldaten sind, denn das Ziel des Einsatzes der Bundeswehr in dieser Region ist es, zur Stabilisierung und zum Wiederaufbau Afghanistan einen Beitrag zu leisten. Daud Haschemi dankte Oberst Binder und der Bundeswehr für ihren Einsatz und den Transport der zahlreichen Hilfsgüter, verbunden mit der Hoffnung auf weitere Hilfe. Rollstühle und Gehhilfen können in Deutschland bei Katachel e.V. in Bergfeld Tel 05368 505 abgegeben werden und auch Spenden für Hilfsprojekte in Kunduz können auf das Konto Katachel e.V. Kontonummer 014 160 006 bei der Sparkasse Gifhorn Wolfsburg BLZ 269 513 11 eingezahlt werden.
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Rollstühle für Kunduz zu Weihnachten
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Ein Groß-LKW voller Hilfsgüter ging auf die Reise zum Flughafen, denn von dort werden die Rollstühle per Transportflugzeug nach Kunduz gebracht. (Siehe Pressestimmen)
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Eine Schule für die Mädchen und Jungen
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Eine Schule für die Mädchen und Jungen in Aynul Majer Hoffnung und Freude über die Hilfe aus Deutschland, dies prägt in den letzten Monaten das Leben der Menschen in der Provinz Kunduz, denn neben den wenigen Hilfsprojekten, die es in der Region gab, sind seit Oktober 2003 deutsche Soldaten in der Provinzhauptstadt gleichen Namens, die mit ihrem Einsatz die Sicherheitslage der Menschen deutlich stärken.
Anfang des Jahres 2005 werden Soldaten aus Wesendorf in Kunduz ihren Dienst antreten und mit ihrer Anwesenheit und ihrem Engagement die Lage der Region weiter verbessern.
Nun ist es bisher so, dass die Soldaten eine reine Sicherheitsaufgabe erfüllen und dass parallel dazu die dort tätigen NGOs ihre Aufbauarbeit leisten, wobei es nur wenige Aufgabenüberlappungen gibt.
Katachel e.V. und die Soldaten des Panzergrenadierbataillons wollen diese Arbeit vor Ort verbessern und gemeinsam ein Hilfsprojekt für die Mädchen und Jungen in der Großgemeinde Aynul Majer ins Leben rufen. Das heißt, die Soldaten werden aktiv dabei helfen, Geld für den Bau der Schule dort im westlichsten Zipfel der Provinz zu sammeln und die NGO, die seit 10 Jahren in der Provinz tätig ist wird die Realisierung des Projektes übernehmen.
Aynul Majer ist ein Dorf in dem Destrikt Chardarrah westlich der Flüsse Kunduz und Salang und ist dominant landwirtschaftlich geprägt, wobei der fehlende Regen durch ein ausgedehntes Bewässerungssystem ersetzt wird. Mandelbäume, Weizen, Bohnen, Zwiebeln prägen das Landschaftsbild, wobei leider in jedem Frühjahr eine große Heuschreckenplage die Ernte bedroht. Strom, fließendes Wasser oder sogar Fernsehen sind dort noch Fremdwörter und ca. 90 Prozent der Bevölkerung sind Analphabeten.
Kinder sind der Reichtum der Menschen, und so warten etwa 3000 Mädchen und Jungen auf eine Schule in ihrer Nachbarschaft, damit auch sie die Chance bekommen für eine bessere Zukunft zu lernen. Die Stämme der Region sind gemischt, d.h. Turkmenen, Pashtunen, Tadschiken, Usbeken, alle lernen gemeinsam in der zukünftigen Schule.
Natürlich würden die Verantwortlichen der Region einen solchen Schulbau unterstützen, denn auch sie wissen um die große Bedeutung des Schulwesens für die Zukunft eines Landes.
Damit die Soldaten bei ihrer Ankunft dann auch Kontakte mit den Kindern aufnehmen können, vielleicht auch Hefte, Stifte und andere Hilfsgüter verteilen könne, hat Katachel e.V. bereits mit dem Bau der Schule begonnen, verbunden mit der Hoffnung auch die Finanzierung durch zahlreiche Spenden sichern zu können.
Seit August 2003 arbeiten die Bundeswehr und Katachel e.V. bereits vertrauensvoll zusammen, unterstützen sich gegenseitig und treten in Kunduz auch bei Veranstaltungen gemeinsam auf. Ebenso bei der Kommandoübergabe Ostern 2004 Katachel e.V. Projektleiter Dadgul Delawar, General Riechmann und Sybille Schnehage, Vorsitzende Katachel e.V.
Fleißige Hände schaffen es schnell die Wände aus selbst gebrannten Tonsteinen hochzuziehen, so dass alle Mädchen und Jungen sich freuen bald in kühlen schattigen Räumen lernen zu können.
Der Schultrakt hat 8 Zimmer und einen großzügigen Flur, der teilweise abgetrennt auch als Lehrerzimmer dient. Nach der Fertigstellung können dort 8x30, also 240 Kinder gleichzeitig lernen, wobei man im Moment von einem Dreischichtsystem ausgehen kann, dass heißt, es werden wahrscheinlich 480 Jungen und 240 Mädchen in dieser Schule unterrichtet werden. Die Wände werden schon verputzt und in den Sommerwochen wird das traditionelle Flachdach gedeckt. Der Verein Katachel e.V. hat für den Bau der Schule Aynul Majer ein separates Sonderkonto eingerichtet, auf das Spenden für diese konstruktive Friedensarbeit eingezahlt werden können.
Katachel e.V. Stichwort Aynul Majer Kontonummer: 014 160 626 BZL 269 513 11 Sparkasse Gifhorn Wolfsburg
Es wird eine Spendenquittung ausgestellt. Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unser gemeinsames Schulprojekt für die afghanischen Kinder in Aynul Majer
Oberstleutnant Fischer Sybille Schnehage
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Rede am 2. Oktober 2004 im Fernsehen Kunduz
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Rede am 2. Oktober 2004 im Fernsehen Kunduz Seit 10 Jahren helfe ich mit dem Projekt Katachel in der Provinz Kunduz und bin auch in schwierigen Zeiten, der Zeit der Taliban, nach Kunduz gekommen um den Witwen zu helfen, aber auch um Schulen zu bauen. Allein 2004 haben wir 5 Schulen gebaut, 35 Brücken, 18 km Straße und 100 Brunnen. Für eine solch kleine NGO sicherlich ein großes Projekt. Für das kommende Jahr habe ich auch wieder viele Anträge bekommen, so sollen Schulen in Qara Ghushi in Dashti Arichi, in Lalakai, in Koshlich, in Moussassai und Bolakawol bebaut werden, und Kosheraltan und Nassar wünschen sich Brücken und Straßen. All diese Dinge kann ich nur schaffen, wenn die Menschen aus meiner Provinz und aus meiner Stadt mir Geld spenden, viel Geld. Nun sind es zum größten Teil Frauen, die ein Herz für Afghanistan haben und mir für das Projekt Geld geben. Diese Frauen sind Mütter von Söhnen und Frauen von jungen Männern, die zum Teil auch bei der Bundeswehr ihren Dienst tun. In Deutschland ist es nicht so wie in Kunduz, jede Mutter hat nur 1 Sohn und 1 Tochter, so dass das Herz der Mutter immer bei ihrem Sohn ist und sie hat immer Angst um ihren einzigen geliebten Sohn. Auch mein Sohn wird ab dem 4. Oktober als Soldat seinen Dienst tun, in unserer Stadt, in der Kaserne der Panzergrenadiere 332. Aus dieser Kaserne werden ab Januar 200 Soldaten hier in Kunduz ihren Dienst im PRT Kunduz tun; also Söhne und Ehemänner der Frauen aus meiner Stadt werden hier sein um Euch zu helfen. Bitte helft ihr auch diesen jungen Männern die Zeit in Kunduz sicher zu verbringen, denn diese jungen Männer wollen gesund wieder zu ihren Müttern und Frauen zurückkehren. Und ebenso werden die Frauen auch nur Geld für Kunduz spenden, wenn sie sich auf eure Hilfe verlassen können, denn eure Hilfe ist, für die Sicherheit der deutschen Soldaten zu sorgen. Der Anschlag der letzten Tage auf die Soldaten im PRT war nicht nur eine Schande für Euch in der Provinz Kunduz, sondern auch für mich, und ich bin voller Scham über diese Tat. Es ist Eure Aufgabe, als Dank für den deutschen Einsatz hier in Kunduz, auch alles euch mögliche zu tun, damit kein Anschlag mehr gegen die Soldaten verübt werden kann. Denn wenn die deutschen Männer sicher sind, dann wird auch Geld für eure Hilfsprojekte gespendet, also es wird euch, euren Frauen und Kindern geholfen. Für eine bessere Zukunft für die Provinz Kunduz und zur Vertiefung der deutsch afghanischen Freundschaft. Und ich bitte euch auch darum, tut es für mich, tut es auch als ein Dankeschön für mich, für meine Arbeit und für meine Freundschaft und Verbundenheit zu Euch, meiner afghanischen Familie. Taschakor Ade Schnehage
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5 Schulen eröffnet .....
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5 Schulen eröffnet, 34 Brücken, 16 km Straße und 100 Brunnen fertigBergfeld, den 25.9.2004
Liebe Mitglieder, Paten und Förderer, liebe Freunde Afghanistans, nach drei Wochen in Afghanistan möchte ich nun wieder kurz über unsere Aktivitäten berichten und damit verbunden allen Spendern recht herzlich für ihre Mithilfe danken. Doch zunächst kurz erzählt, dass es dem verbrannten Jungen Mirajan, über den ich im Frühjahr ein Foto zeigte, nach der 1. Operation in Hildesheim doch sehr gut geht, und der behandelnde Arzt sieht den nächsten Behandlungsschritten optimistisch entgegen. Dr. Rieck sei herzlichst gedankt, aber auch Johannes Götz, dem Pflegevater und Frau Witt, der Tagesmutter, sowie der Bundeswehr für die gute Kooperation. In Kunduz war natürlich wieder einmal volles Programm, den über 300 Witwen warteten auf Patenschaftsgeld, wobei ich nur für 278 Frauen Geld dabei hatte, was zu Tränen und Geschrei Anlass gab. Diese Tage der Geldübergabe sind für mich immer ein extreme Belastung. Eine junge Frau kam mit einem Säugling, den sie stillte und 2 Kleinkindern und weinte; ihr Mann ist vor 5 Wochen verstorben- ein schreckliches Schicksal. Nun hoffe ich schnell für sie eine Patenschaft zu finden. Unsere Projekte, der Bau der Schulen, Brücken, Straßen und Brunnen verlief optimal und ich war immer unterwegs um irgendwelche Einweihungen vorzunehmen. Die Schulen Basuz(nur für Mädchen), Alaf Birdi im Norden in Imam Sahib, Buin im Destrikt Khanabad, Taluqan in der Provinz Takhar und Aynul Majer im Destrikt Chardarrah haben ihren Betrieb aufgenommen und bei den Eröffnungen waren Gouverneur Omar, General Daud, alle Gemeinderäte und auch Vertreter der deutschen Regierung anwesend. Es war einfach ein tolles Erlebnis die Freude der Menschen zu spüren. Wir haben nun inzwischen insgesamt 11 Schulen gebaut und über 10000 Mädchen und Jungen lernen in unseren Schulen, ich denke ein großer Schritt für solch einen kleinen Verein. Die neuen Straßen erschließen die ablegene Hochebene, so dass auch von dort ein Zugang zu Information und zu Schulen möglich wird, wobei natürlich die Kleinbrücken unabdingbar sind. Brunnen, jeweils für 3 Familien sorgen für Gesundheit und Eigenständigkeit der Frauen, denn da diese Brunnen in den Innenhöfen sind, haben die Frauen freien Zugang und freie Nutzungsmöglichkeit des sauberen Wassers. Es kamen Frauen an, die mich umarmten und küssten vor Dankbarkeit und diesen Dank möchte ich an die Spender und das BMZ weitergeben, denn nur durch diese finanzielle Unterstützung kann solch ein Projekt realisiert werden. Die meisten Tage war ich aber unterwegs um neue Standorte für Schulen oder Brücken und Straßen zu erkunden. So besteht der dringende Bedarf in Wüstengegenden und weitab der Provinzhauptstadt Kunduz in Qara Ghushi im Nordosten( Fahrt 3,5 Stunden durch die Wüste) oder auch in Lalakai im Südosten in einem Wüstenfelstal, wo 12 Dörfer eine Schule brauchen. All dies kann ich nur planen, wenn Sie und vielleicht ihre Freunde uns bei dieser Arbeit helfen. Ich bitte Sie, fragen ihre Freunde, erzählen Sie von unserer Arbeit, die durch die Ehrenamtlichkeit nur einen Verwaltungsaufwand von ca.3 Prozent hat und dass das Geld wirklich in die Projekte hineingesteckt wird, denn nur so erhalten wir die notwendigen Spenden für diese wichtige Arbeit.
Verbunden mit dem herzlichsten Dank wünsche ich Ihnen im Namen der Menschen in der Provinz Kunduz ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes 2005 Ihre/Eure
Sybille Schnehage
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Sarak Schnehage liegt mitten in Kunduz
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siehe Pressemitteilung
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Ministerin eröffnete Mädchenschule Katachel
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Ministerin eröffnete Mädchenschule Katachel Bei ihren Besuch in der nordafghanischen Stadt Kunduz eröffnete die Ministerin des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Frau Heidemarie Wieczorek Zeul den Neubau der Mädchenschule im kleinen Projektdorf Katachel. Nachdem die alte Schule aus Lehm, die der Verein Katachel e.V. im Jahre 1994 gebaut hatte, im Winter zusammengebrochen war, hatte der Verein in Zusammenarbeit mit dem BMZ innerhalb 4 Wochen diesen Neubau erstellen lassen in dem in Zukunft über 300 Mädchen lernen können. Natürlich war es ein Großereignis, als die Ministerin in Begleitung von Bundestagsabgeordneten und zahlreichen Jounalisten ins Dorf Katachel zwischen Gau Kush und Naqi-Fluß kam, um mit der 1. Vorsitzenden des Vereins Sybille Schnehage, dem Gouverneur der Provinz Omar und dem Erziehungsminister, sowie Oberst Kuhn vom PRT Kunduz die Schule ihrer Bestimmung zu übergeben. Dabei freuten sich die Mädchen ganz besonders über die Gastgeschenke der Ministerin, ein Volleyballspiel und einen Generator, der nun auch die Nutzung der Schule in winterlichen Abendstunden zulässt. Kleine Geschenke gab es auch von den Kindern an die Ministerin, einen Umhängemantel, typisch für das Land am Hindukush, und ein kleines Lapisherz, das die Ministerin immer an die zahlreichen Mädchen in Katachel erinnnern möge.
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Grundsteine gelegt
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Die Ostertage konnte ich in diesem Jahr in Kunduz und Katachel verbringen und all die von uns geplanten Projekte auf den Weg schicken. Da stand wie immer natürlich die Übergabe des Patenschaftsgeldes im Mittelpunkt der 1. Woche und die Frauen und Kinder danken allen Spendern in „Aleman“. Manche Frauen sind im Laufe der Veränderungen in ihre Heimatdörfer zurück gegangen, dann habe ich die Patenschaft auf wartende Witwen oder Schwerbehinderte übertragen, in der Hoffnung im Sinne der deutschen Paten gehandelt zu haben. Erstaunlich ist die Entwicklung der Kinder; immer mehr quittieren nicht mit Fingerabdruck, sondern können, auch die Mädchen, in der Vielzahl unterschreiben. Ein weiterer Schwerpunkt waren die Grundsteinlegungen für unsere neuen Schulen und Kleinbrücken. Die alte Schule aus Lehm in Katachel war im Winter nach 10 Jahren zusammengebrochen, so dass der Erweiterungsbau entfiel und ein Neubau mit 6 Zimmern aus Stein begonnen wurde. Es ist geplant, dass diese neue Mädchenschule am 8.5. durch Ministerin Wieczorek Zeul in Katachel eingeweiht werden wird. Da das BMZ sich mehrheitlich an den Kosten beteiligt, ist dies sicherlich eine große Anerkennung für unsere Arbeit. Zusätzlich erweitern wir die Mädchenschule Basuz um 6 Zimmer und bauen 3 neue Schulen in Alaf Birdi(Destrikt Imam Sahib), Bu´in(Destrikt Khanabad) und Aynel Majer( Destrikt Chardarrah) mit je 8 Zimmern. Leider haben wir noch nicht unseren erforderlichen Eigenanteil zusammen, doch ich hoffe auf Euch/Sie, dass Sie unsere erfolgreiche Arbeit weiter unterstützen. Wie wichtig unser kleiner Verein für die Provinz Kunduz ist, sieht man daran, dass bisher nur wenige andere Projekte angelaufen sind. Schulen in ländlicher Region, in einem Land, wo es keine Schulgebäude gibt, sind der Schlüssel zur Zukunft, so dass dies neben der Witwenbetreuung unser Schwerpunkt in den nächsten Jahren sein wird. Auch Kleinbrücken, wichtig in der Region der zahlreichen Bewässerungsgräben, sind in Bau und werden zügig von den Einheimischen unter Anleitung qualifizierter örtlicher Ingenieure erstellt. Damit wird z.B. die große, von uns 2003 gebaute Schule Eshantup, auch bei schlechtem Wetter erreicht, denn bisher war die „Straße“ dorthin in einem unvorstellbaren Schlammzustand mit nur mit Zweigen befestigten „Brücken“. Die Tage in Katachel sind immer zu kurz, wenn man die Menge der Probleme sieht. Da will ich versuchen einem verbrannten Jungen zu helfen nach Deutschland zur OP zu kommen, da bitten Gelähmte, Blutkranke, geistig Behinderte und extrem arme Witwen um Hilfe. Oftmals ist in den letzten Monaten Katachel im Fernsehen zu sehen gewesen, gerade Dadgul hat oft zusammen mit den Bundeswehrsoldaten über die Region gesprochen. Meist wird der Name Katachel oder mein Name kaum oder gar nicht erwähnt, dennoch kann man z.B. unsere Schuhfabrik sehen, unsere Brücken usw. Bitte achten Sie auch einmal darauf. Am 10.5. kommt wahrscheinlich etwas in der ARD-Report-Sendung. In der Hoffnung auf Ihre Unterstützung, überbringe ich den Dank der Menschen, insbesondere den von unserem Projektleiter Dadgul
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Jahreshauptversammlung 2004 Katachel e.V.
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Jahreshauptversammlung 2004 Katachel e.V. Schulbildung für afghanische Mädchen und Jungen steht im Mittelpunkt der Arbeit der Hilfsorganisation Katachel e.V. und dies spiegelte sich bei der Jahreshauptversammlung des Vereins am Sonntag in dem Jahresbericht für das Jahr 2003 und in den Plänen für das Jahr 2004 wieder, denn in den vergangenen 12 Monaten wurden 3 neue Schulen in der Provinz Kunduz und eine Großbrücke gebaut und für das Jahr 2004 möchte der Verein zusammen mit dem Ministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung BMZ drei weitere Schulen neu erbauen lassen, die beiden Mädchenschulen des Vereins erweitern und 33 Kleinbrücken bauen. Damit könnten dann in 10 Schulen provinzweit 3500 Mädchen und 4500 Jungen lernen, wobei immer mehr Mädchen in die Schulen streben. Natürlich sind solche Vorhaben nur durch die finanzielle Unterstützung zahlreicher Spender zu realisieren, so dass der Verein auf die helfenden Hände vieler Menschen angewiesen ist. Der Dank während der JHV galt den zahlreichen Spendern, insbesondere aber auch den zahlreichen Mitgliedern und Paten, die die Arbeit von Katachel e.V. mit dem Schwerpunkt Witwen- oder Schulpatenschaften unterstützen. Für ihren unermüdlichen Einsatz in bereits über 10 Jahren wurden Siegfried Krampitz, der Partner der Schule Katachel, die erste Witwenpatin überhaupt Karin Senkpiel und die Gründungsmitglieder Lilo Weber, Eva Maria Daenicke, Hagen Klauss und die Vorsitzende Sybille Schnehage durch Vorstandsmitglied Anneliese Raschkowski geehrt. Die Satzung wurde geändert, bzw. um den Ansatz Wahl der Kassenprüfer ergänzt, wobei die Beschlüsse, wie in der gesamten Sitzung, einstimmig erfolgten. Die dazugehörige Wahl eines zweiten Kassenprüfers erfolgte einmütig und Dr. Bernd John aus Gifhorn wird mit seinem Stellvertreter Hagen Klauss dies Amt für 2 Jahre wahrnehmen. Der ehrenamtlich geführte Verein, der das Spendensiegel besitzt und mit seinem Verwaltungsaufwand von unter 3 Prozent als sehr positiv eingestuft ist, blickt mit Zuversicht in das Jahr 2004 und hofft, gefördert durch zahlreiche Spender, die Pläne zum Wohle der Ärmsten in Afghanistan zeitnah realisieren zu können.
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Verteidigungsminister Struck sprach Projektleiter
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Verteidigungsminister Struck sprach Projektleiter Dadgul Delawar Anlässlich seines Besuches in Kunduz führte der Verteidigungsminister Struck auch ein Gespräch mit dem Projektleiter des Bergfelder Vereins Katachel e.V., Dadgul Delawar, und informierte sich dabei über die Aktivitäten des Vereins. Seit 10 Jahren ist die kleine Hilfsorganisation, die ehrenamtlich geleitet wird, dort in Kunduz tätig und hat bereits 7 Schulen gebaut, 1 Ausbildungsschuhfabrik, 570 Brunnen, 2 Großbrücken und 150 Häuser, wobei aber der Schwerpunkt der Arbeit bei der Vermittlung von Patenschaften für Witwen mit ihren Kinder liegt. Als Anerkennung für die optimale Zusammenarbeit mit der Bundeswehr überreichte General Riechmann eine Urkunde an Dadgul Delawar, eine seltene Ehrung, die einem afghanischen Mitarbeiter einer NGO zuteil wird. Auch ein gemeinsames Foto mit Dadgul Delawar und Minister Struck wurde gemacht, und zahlreiche Journalisten, die den Minister begleiteten, konnten sich über die Situation in der Region ein Bild machen, wobei auch einige für mehrere Tage im Gästehaus von Katachel bleiben um noch mehr über Land und Leute zu erfahren.
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Humanitärer Preis 2004 der Freimaurerloge Darmstad
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Humanitärer Preis 2004 der Freimaurerloge Darmstadt In feierlichem Rahmen zeichnete die Freimaurerloge Johannes der Evangelist zur Eintracht Darmstadt den Hilfskonvoi Konstruktive Friedensarbeit Afghanistan aus. Damit verbunden war die Anerkennung der Fahrt der jungen Leute aus Darmstadt, die im Sommer 2003 5 Fahrzeuge, beladen mit 75 Rollstühlen, 4000 T-Shirts, einer Tischlerei und anderen Hilfsgütern ins afghanische Kunduz gebracht hatten. Der Preis ist verbunden mit einer Summe von 3000 Euro, die der Tischlerei zugute kommen werden, und die der Verein Katachel e.V. so an die Tischlerei weitergeben wird, dass für diese Summe vor Ort in Katachel Schulmöbel angefertigt werden, Schulmöbel, die dann natürlich in den neuen Schulen des Vereins den Kindern zur Verfügung stehen. Bei der Verleihung der Anerkennung wurde noch einmal spontan gesammelt, so dass dann noch einmal 1000 Euro für die gute Sache zusammen kamen. Die jungen Fahrtteilnehmer erhalten jeweils eine festliche Urkunde mit den einzelnen Namen, die immer wieder an diese großartige Aktion erinnern wird.
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Belgischer Verteidigungsminister ...
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Belgischer Verteidigungsminister überreichte Decken in Kunduz Bei seinem Kurzbesuch am 23.12.2004 in der nordafghanischen Stadt Kunduz brachte der belgische Verteidigungminister warme Decken mit, die besonders Bedürftigen zugute kommen sollten. In Zusammenarbeit mit der deutschen Bundeswehr übernahmen unter anderem auch die Mitarbeiter von Katachel e.V., unter Leitung von Projektleiter Dadgul die Verteilung, damit besonders die Ärmsten der Region von dieser Soforthilfe profitieren.
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Schule Chugha eingeweiht
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Anlässlich des Besuchs der 1. Vorsitzenden Sybille Schnehage in der Region Kunduz, fand am Samstag, den 20.12.2003 die Einweihung der 7. von Katachel e.V. in der Region erbauten Schule in Chugha statt. Mit einem großen Fest gaben die Lehrer, die Schüler und die Verantwortlichen der Region ihrer Freude über den Bau dieser Schule Ausdruck. Polizeipräsident Gholam Farhad, der stellvertretende Erziehungsminister und der Destriktvorsteher von Khanabad Sher Mahmad waren ebenso gekommen, wie die duetschen Vertreter vor Ort, für das Auswärtige Amt Herr Stöckl und für die Bundeswehr Oberst Schiebold mit dem Cimicbeauftragten Major Erben und zahlreichen Sicherungskräften. In den verschiedensten Reden wurde dem Verein Katachel e.V. und natürlich der deutschen Regierung, hier dem Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung BMZ für die Finanzierung gedankt. Sybille Schnehage hob aber besonders auch Projektleiter Dadgul Delawar hervor, denn seine Arbeit in der Provinz hat in der Region schon deutliche positive Spuren hinterlassen.
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Soldaten verteilten ....
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Soldaten verteilten zusammen mit Katachel e.V. in Kunduz 10 000 Kuscheltiere Große Freude bereiteten die Soldaten der Bundeswehr in Kunduz den Mädchen und Jungen, als sie gemeinsam mit Katachel e.V. die in Bergfeld gesammelten 10 000 Kuscheltiere verteilten. Erster Verteilungsort war Chugha im Anschluss an die Eröffnung der neuen Schule, zu der nicht nur alle Kinder der Region, sondern auch zahlreiche Offizielle gekommen waren. Eine weitere Verteilung fand an der Straße nach Khanabad statt, an der Brücke nach Nasser, in der großen Mädchenschule Kunduz und in der Region Basuz im Destrikt Chardarrah.
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10 000 Plüschtiere gingen auf die Reise
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10 000 Plüschtiere gingen auf die Reise nach Kunduz Armen Kindern in Kunduz eine Freude machen, dies wollten die Kinder im Raum Gifhorn Wolfsburg und so sammelten sie Säckeweise Kuscheltiere. Sybille Schnehage packte dies alles in Umzugskartons, und am 5.12. gingen 130 Kartons auf die weite Reise nach Nordafghanistan, wo sie in den Tagen der Wintersonnenwende von den deutschen Soldaten im PRT Camp an die afghanischen Kinder verteilt werden sollen.
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Kuscheltiere zu Weihnachten gesucht
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Damit der Winter nicht so lang wird, werden von Katachel e.V. Plüschtiere gesammelt, die dann zur Weihnachtszeit in Kunduz verteilt werden. Bisher sind bereits 8000 Kuscheltiere zusammengekommen.
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4000 Paar Schuhe für die Schulkinder
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Für alle Kinder in den Schulen des Vereins Katachel e.V. fertigte die Schuhfabrik Katachel feste Winterschuhe an, die dann an 4000 Kinder verteilt wurden.
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Reisebericht September 2003
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Liebe Mitglieder, Paten und Förderer, liebe Freunde Afghanistans Da sich eine unerwartete Reisemöglichkeit in diesem September ergeben hat, liegen bei diesem Brief noch keine Fotos der Witwen vor, da die Übergabe des Geldes erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen kann. Die Fotos werden also in den ersten Monaten des Neuen Jahres versandt. Nun aber zu der letzten eigentlich ungeplanten Reise: Da die Bundesregierung erwägt Soldaten nach Kunduz zu senden, nahm das Einsatzführungskommando Potsdam mit mir Kontakt auf und erfragte bei mir die Informationen über die Region. Damit verbunden war dann ein Flug nach Kunduz, bei dem ich versuchte mein Wissen und meine Verbindung, besser gesagt die Erfahrung Dadguls, den Mitgliedern der Delegation zur Verfügung zu stellen. Es war eine sehr positive Fahrt, denn wir hatten die Möglichkeit die verschiedenen Objekte zu besichtigen, Objekte, deren Wiederaufbau für die Entwicklung Afghanistans große Bedeutung hätte. Dazu habe ich einen Bedarfsplan für die Provinz Kunduz erstellt, der jetzt auf unserer Internetseite zu sehen ist. Zum Stand unserer Projekte: Der Hilfstransport der Rollstühle, Hemden und der Tischlerei im Sommer hatte in der Kunduz Bevölkerung große Freude hervorgerufen. Deutlich ist dies zu spüren, denn man sieht doch einige Behinderte auch auf der Straße; dies war diesen Menschen ohne Rollstuhl bisher nicht möglich. Die Bauvorhaben, zusammen mit dem BMZ, sind weit fortgeschritten. Die Schulen Basuz 6 und Eshantup 2 sind fertig und bei der Schule Chugha sind die Wände bereits hochgezogen, so dass wahrscheinlich Anfang November mit der Einweihung gerechnet werden kann. Die Brücke in Katachel 5 ist inzwischen fertig, nur die Zufahrtsstrasse muss noch angefüllt werden. Damit ist dann die Straße in Katachel bis zur Brücke(von der Hauptstrasse bis ins Dorf ist sie schon fertig) sicherlich auch bis zum Jahresende ganz fertig gestellt. Die Arbeiter in der Schuhfabrik arbeiten im Moment auf Hochtouren, denn bis November sollen 4000 Paar Schuhe fertig sein, die dann die Kinder in unseren Schulen erhalten, eine Hilfsaktion gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt. Da die Jungen nun, wie oben bereits beschrieben, alle T-Shirts 3 aus Deutschland haben, kaufte Dadgul für alle Mädchen eine neue Schuluniform- schwarze Kleider, weiße Kopftücher 4 und für die Lehrerinnen neue Kleider. Da wir in der Katacheler Mädchenschule auch zahlreiche Schulranzen 1 verteilen konnten, ist nun die Freude bei den Mädchen besonders groß. Nur kommt der Platzmangel dazu, so dass wir dringend Geld für Anbauten bei unseren reinen Mädchenschulen benötigen. Die Trockentoiletten(1000 Stück), die im letzten Brief erwähnt wurden, sind in China bestellt und werden hoffentlich in den nächsten Tagen in Katachel eintreffen. Dann können wir ein echtes Pilotprojekt ins Leben rufen, denn diese Aktion wird die Abwassersituation in Kunduz revolutionieren. In Katachel in der Schuhfabrik lebt seit Sommer ein behinderter Junge 9 (sein rechtes Bein ist nach einer Verletzung 15 cm zu kurz)mit guten Deutschkenntnissen. Er wurde von einem anderen Verein in Deutschland behandelt und ohne Nachsorge zurückgeschickt. Da er aber Vollwaise ist, fragte er bei uns, ob er nicht bei uns leben könnte, da er obdachlos sei. Seitdem lernt er Schuhmacher, soll aber , wenn es möglich ist, ab November für die kleinen Jungen in der Schule Deutsch unterrichten, eine Sprache, die wichtig wird, wenn deutsche Soldaten in Kunduz stationiert würden. Eigentlich suchen wir für diesen Jungen auch eine Patenschaft, denn dann können wir diesem Jungen noch besser und effektiver helfen. Für unsere Hilfe seit fast einem Jahrzehnt erhielt ich eine große Ehrung 8 durch den Gouverneur Latif. Zwar war ich bei dieser Reise nur 4 Tage in Katachel, dennoch fanden die Witwen Zeit mich zu besuchen und um Grüße an Ihre Paten in Deutschland zu bestellen. Leider sind immer wieder zahlreiche ganz arme Witwen zusätzlich dabei, die mich um Patenschaften anbetteln und auch auf eine helfende Hand aus Deutschland hoffen. Vielleicht haben Sie jetzt in der Vorweihnachtszeit auch Freundinnen und Freunde, die solch eine Patenschaft 7 übernehmen möchten. Allen Freunden, Paten und Förderern ein Frohes Weihnachtsfest und ein gesundes Neues Jahr wünscht Euch, Ihnen Eure Sybille Schnehage
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Dringende Hilfsprojekte für die Provinz Kunduz
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Dringende Hilfsprojekte für die Provinz Kunduz, empfohlen von Katachel e.V. - Bau der Straße von Pul-i-kumri nach Kunduz - Bau der Straße nach Mazar-i-sharif
- Wiederaufbau des Wasserkraftwerkes in Khanabad(einst gebaut von Siemens und Meyer Brackwede) - Installation von Masten und Stromleitungen Khanabad –Kunduz
- Erneuerung der Baumwollfabrik Spinsai Kunduz - Einführung von neuem Saatgut(langfasrige Baumwolle) - Anschaffung neuer Bearbeitungsmaschinen für die modernen Baumwollfasern - Knüpfung neuer Geschäftsbeziehungen mit Deutschland
- Wiederinbetriebnahme der Ölquelle Khanabad
Gesundheitsvorsorge - Bereitstellung von Brunnenringen zum Bau von Ringbrunnen zur Verbesserung der Trinkwasserversorgung Bedarf ca. 25 000 Brunnen - Bau eines Tiefbrunnens in der Hochebene in Moussassai
Sanitäre Anlagen - Ausbau der sanitären Anlagen - Installation von Trockenklos(Info bei GTZ Ecosan) - Aufbau einer Fabrik zur Herstellung von Plastiktrockenklo-Platten - Aufbau einer modernen Trockentoilettenanlage in der pädagogischen Hochschule (insbesondere für Frauen) - Aufbau einer modernen Trockentoilettenanlage auf dem Flughafen Kunduz
Gesundheitswesen - Ausstattung der Krankenhäuser Kunduz, Khanabad, Aliabad und Imam Sahib - Weiterbildung des Personals - Lieferung von alten Krankenwagen aus Deutschland - Bau zahlreicher kleiner dezentraler Entbindungsstationen - Impfaktionen für Kinder und Erwachsene - TBC-Impf-Aktion für die Milchkühe der Region(TBC-Überträger)
Infrastruktur-Straßennetz - Reparatur der großen Brücke in Chardarrah - Befestigung von zahlreichen Seitenstraßen im ländlichen Bereich - Wiederaufbau zahlreicher Kleinbrücken-ca. 500 an der Zahl
Schulwesen - Bau von vielen weiteren dezentralen Kleinschulen - Wiederaufbau des Internates der Pädagogischen Hochschule Kunduz - Einrichtung eines öffentlichen Busses insbesondere für Frauen zur Pädagogischen Hochschule
Landwirtschaft - Bereitstellung von Schädlingsbekämpfungsmitteln gegen die jährliche Heuschreckenplage im Destrikt Char Darrah - Einrichtung einer Baumschule und ein Aufforstungsprogramm für Nutzholz(Kiefer) - Bewässerung der Hochebene
Ausbildung der lokalen Polizei - Lieferung von ausgemusterten deutschen Polizeifahrzeugen - Aufbau einer Feuerwehr mit ausgemusterten deutschen Fahrzeugen
Freizeitwesen - Ausbau des Fußballplatzes in ein Kleinstadion
Fernsehen und Radio - Erstellung von Frauenprogrammen und Videos zur Information in Dari und Pashtu
Ausbau des Flughafens
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Hilfe, die die Ärmsten glücklich macht
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Glücklich waren die 270 Witwen und ihre Kinder, als die 1. Vorsitzende des Vereins für humanitäre Hilfe in Afghanistan Katachel e.V. für 4 Wochen ins nordafghanische Dorf Katachel in der Provinz Kunduz gekommen war, denn sie überbrachte einerseits den Frauen das Hilfsgeld, dass deutsche Paten für diese Ärmsten der Armen gespendet hatten, andererseits hatte sie aber auch für jedes Kind ein Kuscheltier mitgebracht, Plüschtiere, die für besondere Freunde sorgten. Im Gepäck war aber noch mehr zu finden, denn 10 junge Männer aus Darmstadt vom Verein Kunterbunterwelt hatten in Kooperation mit Katachel e.V. die Fahrzeuge des Vereins plus zahlreiche Spenden auf dem Landweg nach Katachel gebracht. Nach 5 Wochen anstrengender Reise fuhren sie endlich ins Dorf ein um 74 Rollstühle abzuladen und zu verteilen, aber auch eine Tischlerei und für die Schulen 4000 T-Shirts als Schulbekleidung. Für 30 Fußballmannschaften waren gespendete Trikots dabei, darunter auch eine großzügige Spende des Bundestrainers Rudi Völler. Zusätzlich wurde die Fahrt von der Franz Beckenbauerstiftung gefördert, die die Aktion -Mit Fußball den Frieden lernen- gerne unterstützte. Zwei neue Schulen wurden in Kooperation mit dem BMZ bereits fertig gestellt und die Mädchen und Jungen lernen jetzt in den neuen kühlen Klassenräumen, die bei der Hitze über 40 Grad Celsius deutlich die Lernbedingungen verbessern. Eine weitere Schule soll in den nächsten Monaten gebaut werden, und an der neuen Brücke über den Naqi wird eifrig mit Schaufel und Karre gearbeitet. Am 11.Juli wurde dort bereits das Betonfundament gegossen. Da der Verein noch 4 Lehmhäuser in einem Gemeinschaftshof für besonders Bedürftige bauen möchte, wurden 8 Morgen Acker gekauft, die dann an arme Rückkehrer aus den pakistanischen Flüchtlingslagern übereignet werden. Der Lehrerin Fausia, die seit April mit einer Spenderniere lebt, geht es gut. Dennoch muss sie noch 3 Monate in ambulanter Behandlung in Pakistan bleiben um sich medikamentös einstellen zulassen. In der pädagogischen Hochschule Kunduz, in der 200 Studentinnen und 50 Studenten eine qualifizierte Ausbildung erhalten, hielt Sybille Schnehage einen Vortrag, der auch in Fernsehen Kunduz übertragen wurde. Sie referierte über ein neuartiges Trockenklo, welches ökologisch viele Vorteile für die Region bringen kann. Voller Begeisterung beantragte sofort die Frauenministerin die Lieferung einer großen Anzahl, denn damit könnte optimale Gesundheitsvorsorge getroffen werden.
Um der Hochschule, die Lehrer haben seit 4 Monaten kein Gehalt erhalten, zu helfen, finanzierte Katachel e.V. spontan den Bau einer großen Regalwand, in der jetzt alle Bücher der Hochschulbibliothek ihren Platz finden.
Es gab viel zu tun für die 1. Vorsitzende des Vereins Sybille Schnehage, denn jeden Tag kamen Menschen zu ihr, um Hilfe zu erbitten. Da kamen Verletzte, Kranke und Behinderte, aber auch Witwen, die um Patenschaften ersuchen und Bürgervertreter, die um den Bau von Schulen bitten, denn die Region Kunduz ist noch extrem unterversorgt, da sich die Projekte auf Kabul konzentrieren. Gerade die ländlichen Dörfer abseits der Straßen warten noch auf Hilfe, und da Katachel e.V. für seine konstruktive nachhaltige Hilfe bekannt ist, kommen die Menschen um bei der „Madar e Kunduz“ „Mutter von Kunduz“ offene Ohren zu finden. „Ich würde ja gerne mehr helfen, doch ohne Spender in Deutschland sind mir die Hände gebunden,“ „So hoffe ich darauf, offene Herzen zu finden, die mithelfen, die Not der Ärmsten zu lindern“, so Sybille Schnehage mit vollem Optimismus.
Wer sich informieren kann, der kann unter Tel 05368 505 anrufen oder direkt bei der Sparkasse Giforn Wolfsburg BLZ 269 513 11 Katachel e.V. Konto 014 160 006 spenden. Eine steuerlich anerkannte Spendenquittung wird automatisch zugeschickt.
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Info März 2003
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Das neue Jahr hat eigentlich erst begonnen und schon gibt es zahlreiche Neuigkeiten aus Katachel und um unseren Verein.
Der Leiter des Büros für humanitäre Hilfe in Kabul Herr Schütt hat im Auftrag des Auswärtigen Amtes unser Projekt besucht und alles so vorgefunden, wie wir es auch beschrieben hatten. Sein Bericht über die Reise ist uns noch nicht bekannt, aber ich denke, er kann nur positiv sein. In Katachel ist gerade noch Winterruhe, denn die Ferien dauern bis zum 20. März. Aber es wird jetzt wieder warm, denn der harte Winter ist dort vorüber. Unsere Lehrerin Fausia ist(stand hier schon in der lokalen Presse) schwer an Nierenversagen erkrankt, und wir versuchen ihr eine Nierentransplantation in Islamabad zu ermöglichen. Leider ist dies im Moment mit großen Problemen, außer dem finanziellen Teil, verbunden, denn die Niere des Bruders scheint nicht zu passen, so dass sie erst einmal an der Dialyse warten muss. Zusätzlich ist ein kleines Mädchen an einem Gehirntumor erkrankt, was bedeutet, dass auch diese OP Geld erfordert. Die großen Neuigkeiten gibt es aber im Moment hier in Deutschland. Zunächst bekam ich im Januar stellvertretend für unseren ganzen Verein das Bundesverdienstkreuz. Dann hatten wir unser Brunnen-Trinkwasserprojekt beim WorldWaterForum in dem ausgeschriebenen Wettbewerb eingereicht und hatten das Glück in die Endausscheidung zu kommen, dass heißt, ich werde vom 15.-25. März nach Kyoto/Japan reisen(das WorldWaterForum zahlt die Reise für mich) und unser Projekt dort als eines der 150 weltweit bedeutendsten mit einem Riesenposter(gesponsert von der Firma a2b)in diesem Wettbewerb darstellen- sicherlich eine große Anerkennung. Mit den beiden Studenten, die mich im letzten September nach Katachel begleiteten, und deren Verein Kunterbuntewelt.eV, haben wir eine gemeinsame Aktion vor. Mit 10 Personen und mehreren Fahrzeugen werden diese jungen Leute nach Katachel fahren und Hilfsgüter transportieren. Dafür haben wir 2 Fahrzeuge gespendet bekommen, einen Hanomag von Dr. John aus Gifhorn und einen VW-MAN LKW 7,5 t von Spedition Hansmann. Inzwischen sind die Fahrzeuge schon beladen mit 50 Rollstühlen usw.(eine3 Tischlereiausstattung kommt noch dazu) zum Startplatz nach Darmstadt gefahren. Von dort geht es im Mai los und ich reise am 10. Juni nach Afghanistan, damit ich in Katachel bin, wenn sie dort ankommen. Die Fahrzeuge bleiben alle dort und wir werden sie dann so einsetzen, dass jede unserer Schulen auch ein Fahrzeug bekommt, insbesondere für den Transport der Mädchen zum Unterricht. Die Patenschaftsgelder in Katachel wurden verteilt und die Witwen und Behinderten lassen herzlich grüßen. Leider ist die gelähmte Frau Khanoma verstorben und einige Frauen sind in ihre alte Heimat ins Hochgebirge zurückgekehrt, so dass sich einige Namen veränderten, da wir das Geld auf andere Witwen sofort übertragen haben, ich denke im Sinne der Paten in Deutschland.
Für dies Jahr haben wir den Bau von 3 Schulen, einer Brücke und die Befestigung einer Straße geplant und auch beim BMZ beantragt. Leider dauert die Bearbeitung noch einige Zeit, so dass ich darüber noch nicht viel sagen kann, außer, dass wir einen Eigenanteil an Spendengeldern von circa 30 000,- € aufbringen müssen. Den Wiederaufbau des Wasserkraftwerkes in Khanabad zur Stromversorgung für einen großen Teil der Provinz Kunduz haben wir der Bundesregierung empfohlen und haben die Benachrichtigung, dass dies Projekt in die Reihe der bedeutenden Energieversorgungsstandorte aufgenommen wurde. Leider ist eine Finanzierung bisher noch nicht möglich.-. Wie oft träume ich da von einem Auftritt in einer großen Fernsehshow, wo an einem Abend 1 Million Euro zusammenkommen- dies Geld würde für den Aufbau dieses Kraftwerkes reichen. Leider sind wir für solch eine Show nicht prominent genug. Dennoch glaube ich, dass unsere Arbeit reichlich Früchte trägt, dank Eurer/Ihrer aller Unterstützung. Mit freundlichem Gruß
Sybille Schnehage
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Dr. Bernd John spendet Oldtimer für Katachel
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04.03.2003 Aller Zeitung
Wenn auf der Landstraße nach Katachel die Autoelektronik spinnt, ist das nächste Diagnosegerät der Fachwerkstatt Welten entfernt. Deshalb sind in Afghanistan Oldtimer angesagt, bei denn alles mechanisch funktioniert. So einen hat Bernd John aus Gifhorn jetzt der Katachelhilfe gespendet: einen 35 Jahre alten Hanomag-Laster für den universellen Einsatz als Bus und Transporter.
„Keine Elektronik“, sagt John und zeigt auf den AL 28, Baujahr 1968. „Das Ding ist gebaut für den robusten Einsatz.“
Genau der richtige für Katachel. „Was sollen wir mit Hightech in der Wüste?“, sagt Sybille Schnehage vom Hilfsverein Katachel. Der feine Staub in Afghanistan würde jede Elektronik moderner Geländewagen in kürzester Zeit lahmlegen. Deswegen setzt sie auf die Mechanik des Hanomags, bei dem selbst die Scheibenwaschdüsen mit einer Fußpumpe betätigt werden müssen. „Den kann da jeder reparieren.“
In Katachel soll der Laster als Werkstattwagen dienen – und Schülern und Lehrern als Schulbus. Zu allererst wird er Transporter sein. Ende Mai wird Markus Lindermeir vom Hilfsverein „kunterbunte Welt“ aus Darmstadt mit dem Gifhorner Hanomag und vier weiteren Fahrzeugen Hilfsgüter nach Afghanistan fahren.
„Traumhaft“, freut sich Lindermeir über die Spende des Gifhorners. „Auch der Zustand des Wagens. Besser als neu.“ Mindestens 200 Stunden Restaurierungsarbeit hat Bernd John zusammen mit einem versierten Kfz-Meister in den alten Hanomag investiert, den er 1989 vom THW Braunschweig erwarb. „Jedes Teil haben wir abgenommen“, sagt er und klopft auf den Kotflügel.
Und nun trennt er sich von dem Gefährt, und will noch nicht mal einen Cent dafür haben. Schwer falle ihm das nicht, sagt der Mann, der schon Länder wie Libyen, Jordanien und Syrien besucht hat und über die Herzlichkeit der Menschen dort schwärmt, die man im Abendland so selten finde. „Ich identifiziere mich mit den Ideen des Vereins Katachel“, sagt er. „Jeder hat die humanitäre Pflicht, Not zu lindern. Und ich weiß, dass der Hanomag in gute Hände kommt.“
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Katachel e.V. eingeladen zum World Water Council
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Katachel e.V. eingeladen zum World Water Council Beim Wettbewerb der besten Wasserprojekte weltweit kam das Brunnenprojekt des Vereins Katachel in den inneren Kreis der 150 besten Projekte und die Vorsitzende Sybille Schnehage ist somit zur Präsentation nach Kyoto eingeladen. Vom 15. bis 24. März wird dann aus den Präsentationen entschieden werden und das weltbeste Projekt ausgezeichnet. Allein die Einladung nach Kyoto ist aber bereits eine große Anerkennung der Arbeit für die Menschen in Afghanistan.
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Fausia braucht für Nierentransplantation 5000 €
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Fausia braucht für Nierentransplantation 5000 € Es geht um Leben und Tod Katacheler Lehrerin braucht Nierentransplantation. Mit einem dringenden Notruf wenden sich die Menschen aus dem nordafghanischen Dorf Katachel an ihren Betreuungsverein in Deutschland, denn die Lehrerin der Mädchenschule Frau Fausia ist akut an Nierenversagen erkrankt. Die 35 jährige Mutter zweier kleiner Kinder ist seit 9 Jahren in der Schule tätig und hat auch in den Jahren der Talibanherrschaft immer weiter mit den Mädchen gelernt. Nun ist sie schwer erkankt und die Ärzte in Kabul haben sie bereits aufgegeben. In einem Krankenhaus in Peshawar, Pakistan liegt sie im Moment an der Dialyse und hofft.Die einzige Chance, die nun bleibt, ihr Leben zu retten,wäre eine Nierentransplantation in Islamabad in Pakistan.- Dort gäbe es die Operationsmöglichkeit eine Niere ihres Brudes in ihren Körper zu verpflanzen. Die Kosten für diese Operation belaufen sich auf ca. 5000 Euro, Geld, das bisher noch fehlt. Nun hoffen die Familie, die Mädchen in der Schule und mit ihr das ganze Dorf, dass sich kurzfristig Spender finden, die helfen, dies junge Leben zu retten. Spenden können eingezahlt werdnen unter dem Sichwort Fausia bei der Sparkasse Gifhorn Wolfsburg BLZ 269 513 11 beim Konto Katachel e.V. 014 160 006. Auskünfte erteilt auch die Vorsitzende des Vereins unter Tel. 05368 505.
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Fußballtrikots für die Provinz Kunduz
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Die Sammelaktion "Fußballtrikots aus Niedersachsen" ist bisher ein großer Erfolg, denn aus dem ganzen Bundesland werden gebrauchte Hemden für die Soccer aus Nordafghanistan nach Bergfeld geschickt. Mit diesen Trikots werden die wichtigsten Teams der Provinz Kunduz ausgestattet werden, und anlässlich eines Turnieres in der Stadt Kunduz werden die Trikotsätze Ende März an die Verantwortliches überreicht werden. Damit können dann auch in dieser ablegenen Provinz die Kinder mit dem Spiel um Tor und rundes Leder den Frieden lernen.
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Einladung zur Jahreshauptversammlung 2003
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Einladung zur Jahreshauptversammlung 2003 hiermit möchte ich Sie recht herzlich zu unserer Jahreshauptversammlung am Sonntag, den 2. März 2003 um 10 Uhr in die Gaststätte des VfL Wolfsburg, Elsterweg 5 einladen.
Tagesordnung:
1 Begrüßung und Feststellung der Beschlußfähigkeit 2 Ehrung der verstorbenen Mitglieder 3 Genehmigung der Tagesordnung 4 Verlesung und Genehmigung des Protokolls der JHV 2002 5 Bericht durch die 1. Vorsitzende 6 Aussprache zum Jahresbericht 2002 7 Bericht über Finanzlage 2002 der Kassenführerin und der Kassenprüfer 8 Entlastung des Vorstandes 9 Wahlen 10 Mitgliederliste 11 Planung 2003 12 Verschiedenes, Anfragen, Anregungen
Anträge zur Tagesordnung können noch bis zum Beginn der Sitzung gestellt werden.
In der Hoffnung zahlreiche Mitglieder begrüßen zu können, verbleibe ich
mit freundlichem Grüßen
Sybille Schnehage
Im Anschluß an die Sitzung kann ein gemeinsames Essen eingenommen werden. Bitte melden Sie sich bei mir telefonisch an, damit der Wirt sich auf die Anzahl der Gäste und der Essen einstellen kann.
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Bundesverdienstkreuz für Sybille Schnehage
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Bundesverdienstkreuz für Sybille Schnehage Als sie das Bundesverdienstkreuz am Revers hatte, korrigierte Sybille Schnehage gestern Abend als erstes die Zahlen, die Landrätin Marion Lau zuvor in ihrer Laudatio genannt hatte. „Weil in der Zwischenzeit schon wieder so viel passiert ist“, erklärte die Bergfelderin im Gifhorner Schloss.
Für ihr Engagement in Katachel in Afghanistan erhielt die 52-Jährige die Auszeichnung, überreicht von ihrer langjährigen Freundin Marion Lau. „Deshalb bleibe ich auch beim Du“, erklärte diese. Hier und da reicherte sie die Laudatio mit persönlichen Erlebnissen an, ließ die Beharrlichkeit und den Mut der gebürtigen Magdeburgerin anklingen und brachte ihre Bewunderung für den unerschrockenen Einsatz zum Ausdruck.
Flüche in Landessprache
Die direkte Hilfe zur Selbsthilfe, die geschaffene Perspektive für Frauen und Kinder, das hob Marion Lau besonders hervor und berichtete, dass die neuste Herausforderung der Ausgezeichneten – die übrigens in der Landessprache fluchen kann – der Bau von Ausbildungsstätten für Erwachsene ist.
Kein roter Teppich
21.000 Bewohner der Provinz Kunduz werden mittlerweile mit Trinkwasser aus Brunnen versorgt, die der 1994 gegründete Verein Katachel gebohrt hat. „Wir haben 150 Häuser für Flüchtlinge gebaut, und an unseren Schulen werden 2500 Schüler unterrichtet“, listete Sybille Schnehage die korrekten Zahlen auf. Sie beschönigte nichts: „Einen roten Teppich habe ich nur selten vorgefunden, meistens war es ein steiniger Weg, und der Prophet gilt nun mal im eigenen Land nichts.“ Zwar sei sie ungeduldig, aber auch zäh und ausdauernd, weshalb auch böse Worte sie nie entmutigt hätten.
„Die Ehrung nehme ich für die Gemeinschaft, für das Team um mich herum entgegen“, betonte die ehemalige Deutsche Wushu-Meisterin. „Ohne euch hätte ich das gar nicht geschafft.“ Und an ihren Mann Michael gewandt: „Eigentlich gehört dieses Ding sowieso dir.“
Gifhorn (tru)
20.12.2002 22:01
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Benefizveranstaltung Karlsruhe
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Die Benefizveranstaltung für Afghanistan vom 09.11.2002 in Karlsruhe diente zur Unterstützung von Schülerinnen und Schülern in Afghanistan. Der Erlös ging an Katachel e. V., den Verein für humanitäre Hilfe in Afghanistan. Wie die Gäste des Abends bereits durch eine Video- Präsentation gesehen haben, hat Frau Schnehage - die Vorsitzende des Katachel e. Vereins - mit ihrer Arbeit viel bewirkt wie z.B. den Aufbau einer Schule, einer Schuhfabrik, etc. Eine großzügige Spende - überreicht durch den Vertreter des Bürgermeisters der Stadt Karlsruhe, Herrn Argnos, - wird Frau Schnehage und ihrem Projektleiter Herrn Dadgul dazu verhelfen, weiterhin erfolgreiche Projekte für die Schulen in Katachel umzusetzen. Ein Vortrag über Afghanistan und eine Dia-Show mit Bilden aus "Afghanistan damals" verliehen dem Publikum einen Einblick in das afghanische Leben und das Land und riefen Erinnerungen hervor. Der musikalische Rahmen des Abends sorgte für aufgelockerte Atmosphäre; Hakim Ludin mit einigen Stücken aus der Percussion-Musik, der legendäre Sitar-Spieler Mir Sediq, die Malangs Brüder - die Söhne des berühmten Darbuka-Meisters Ustad Malang Nejrabi -, Bashir Noori mit Robb, Enajat Hamid und seine Gruppe und zum Schluss ein Ensemble all der Musiker und Künstler. Erfreulicherweise gab es ein positives Echo seitens unserer Gäste über den erfolgreichen Abend. Kommentare wie folgende können Sie auf der Website von Afghan German Online nachlesen:
Frau Schnehage:
"Liebe Freunde Afghanistans, hiermit möchte ich allen Organisatoren und Mitwirkenden der Benefizveranstaltung am 9.11.2002 in Karlsruhe recht herzlich danken. Es war ein Erlebnis, welches ich immer in Erinnerung behalten werde. Die Herzlichkeit der Menschen, die wundervolle Musik von Hakim Ludin und seinen Kollegen, das wunderbare Ambiente und das leckere Essen. Was da für Organisationsarbeit geleistet wurde, das ist schon fantastisch."
"Beteiligen Sie sich doch lieber an einem Projekt, wie die vergangene Benefizveranstaltung, die im übrigen sehr vorbildlich war und ist."
"Die Veranstaltung für Frau Schnehage war wirklich ein gelungenes und rundes Fest bei dem alles stimmte. Gratulation den Veranstaltern und ihren Helfern. (...) Allen die nicht kommen konnten, aus welchen Gründen auch immer, wünsche ich für das nächste Mal, dass es ihnen gelingt beim nächsten Treffen dabei zu sein."
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Sieg für die Katacheler Fußballer
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Eine tolle Nachricht erreichte die Mitglieder der Hilfsorganisation Katachel e.V. in den letzten Tagen, eine Nachricht, die zeigt, dass ein friedliches Leben in Afghanistan Einzug gehalten hat. In der Nordprovinz Kunduz fand in der Hauptstadt gleichen Namens ein großes Fußballturnier statt, der erste große Vergleich seit den Veränderungen im Land. Dies allein wäre nicht einer Nachricht wert. Vielmehr das Erfreuliche ist, dass das Team der Regenbogenschule Katachel in den Trikots aus Deutschland und mit Fußballschuhen aus Wolfsburg, die Mannschaften aus den größeren Städten Khanabad, Imam Saib und Kunduz dabei besiegen konnte. So konnte der Trainer des Katacheler Vereins stolz den Pokal aus der Hand des Gouverneurs Latif entgegennehmen. Dies ist ein großer Erfolg für die Schule aus dem 800-Seelendorf, und damit hat sich die Einstellung eines Trainers und das tägliche Training wahrlich gelohnt. Jetzt hofft die Elf auch bei noch wichtigeren Spielen in Afghanistan berücksichtigt zu werden.
Der Vorstand des Vereins gratuliert den jungen Kickern und hofft, dass sich viele Mannschaften in Deutschland finden, die vielleicht noch weitere Trikots spenden werden.
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Benefizveranstaltung für Afghanistan
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Bildung ist nicht nur ein wichtiger Entwicklungsfaktor, sondern ein Menschenrecht.
In Afghanistan hat der über 20 Jahre andauernde Krieg bewirkt, dass einer ganzen Generation von Kindern die Möglichkeit eines Schulbesuchs verwehrt wurde .
Mit dieser Aktion möchten wir die Schüler und Schülerinnen in Afghanistan unterstützen.
Der Erlös geht an Katachel e.V - Verein für humanitäre Hilfe in Afghanistan.
Programm - Begrüßung - Vortrag: Schulwesen in Afghanistan durch Frau Schnehage (Vorsitzende Katachel e.V.) - Musik: Hakim Ludin und Freunde - Dia-Show: Afghanistan Damals - Afghanische Speisen u. Spezialitäten
Datum : 09. Nov. 2002, 19 Uhr Ort: Wohnstift am Rüppurr Schloß, Erlenweg 2, Karlsruhe-Rüppurr
Info: Tel.: 0721-56 35 85 von 9-17Uhr e-Mail: elo@elo-cad.de
Voranmeldung Erwünscht !
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2500 Kinder lernen in unseren Schulen
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Mehr als alle Erwartungen wurden erfüllt, als ich am 2. September 2002 in der Provinz Kunduz in Afghanistan ankam um unsere Entwicklungsprojekte zu besuchen. Begleitet wurde ich von unserem Projektleiter Dadgul plus Team, 2 Studenten aus Darmstadt und zu meiner großen Freude vom 2. Sekretär der Deutschen Botschaft Kabul Herrn Jürgen Gauster, der unser Projekt als neutraler Beobachter begutachten wollte. Nach 12 Stunden Fahrt über den Hindukush durch den Salangtunnel und über die zerstörten Straßen, kamen wir in unserem kleinen Dorf Katachel an, in dem sich in den letzten Monaten wiederum einiges verändert hat. Meine Gastgeberin hat ihr 7. Kind geboren, eine entzückende kleine Tochter, und das Dorf hat sich schon wieder positiv weiterentwickelt. Zahlreiche Flüchtlinge sind aus Pakistan nach Katachel zurückgekehrt und haben mit unserer Unterstützung ein Heim errichtet. Manche Häuser sind noch nicht ganz fertig, dennoch wohnen die kinderreichen Familien schon in den Zimmern. Alle 250 Brunnen mitgefördert vom Auswärtigen Amt und der Wasserstiftung sind fertig, so dass flächendeckend sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht, besonders wichtig, denn im Fluß ist nur noch ein dünnes Rinnsal von Lehmbrühe. Überall ist es staubig und meine Schleimhäute haben mit einer kräftigen Erkältung gegen die braune Beschichtung rebelliert. Ein großer Tag war der Einweihungstag unserer Projekte in der Region- gesendet als Fernsehsendung in Regionalfernsehen Kunduz. Erste Station war unsere große Schule in Chardarra, gefördert durch das Auswärtige Amt, die nun von 1300 Jungen und 300 Mädchen besucht wird. Auch dort ist es ein Problem die Mädchen zur Schule zu bringen. Für Katachel haben wir einen kleinen Schulbus gekauft, daher werden jetzt in Zukunft mehr Mädchen nach Katachel kommen können. Für Chardarra fehlt ein solches Transportmittel. Zur festlichen Eröffnung waren sogar Expräsident Rhabbani sowie General Daud und alle wichtigen Politiker der Region inclusive des Erziehungministers gekommen. Es war eine große Laudation auf die Hilfe aus Deutschland und Herr Gauster und ich wurden mit Girlanden und Mandeln geradezu eingedeckt.
Zweite Station war die kleine Mädchenschule in Chardarra Bazus, wo wir aus BMZ Mitteln für 50 Häuser vier Häuser zu einer kleinen hübschen Mädchenschule aus Lehm zusammengefasst haben. Aus unseren eigenen Mitteln hatten wir Spenden von Afghan German Online genutzt und von anderen Spenden gleich noch Tische und Stühle machen lassen. Ein wirklich gelungenes Schmuckstück in Orange-Blau.
Der dritte Festakt fand an unserer neuen Schuh-Ausbildungsfabrik statt. Dies Lehmgebäude, gefördert von der GTZ, bietet auf Dauer 50 Männern Arbeit bzw. Ausbildung. Bisher haben wir erst in der Anlaufphase 35 Mitarbeiter, davon 15 Schwerbehinderte und 15 Exkämpfer. Zur Versorgung haben wir eine Bäckerei und eine Küche auf den Hof gebaut, von der leckeres Brot und Palau geliefert werden. Auch eine Tischlerei ist nun dort untergebracht. Großen Anklang fanden die mitgebrachten Hilfsgüter. So waren die Fußballtrikots und Schuhe, sowie die Bälle der Renner und die Rollstühle und Krücken waren schnell an Bedürftige verteilt. Die medizinischen Artikel haben wir im Kunduz- Krankenhaus abgegeben. Herr Jürgen Gauster war von unserem Projekt so begeistert, dass er spontan eine Lautsprecheranlage für unsere große Schule spendete. In den umliegenden Dörfern besuchten wir auch die neugebauten Häuser. Im Moment sind in Moussassai schon alle Häuser fertig, auch ein Schutz gegen die Millionen von Hornissen, die im Dorf herumfliegen. Zwei behinderteJungen, einer davon in Krankenhaus Wolfsburg behandelt, leben jetzt in Katachel und lernen den Beruf des Schneiders. Nach ihrer Ausbildung werden sie mit Maschinen ausgerüstet in ihren Heimatdörfern eine neue Chance für die Zukunft haben.
Unser nächstes Ziel ist der Bau von 3 weiteren Schulen, die die örtlichen Bürgermeister bei uns beantragt haben. Aber auch noch weitere 50 Lehmhäuser müssen kurzfristig gebaut werden. Dabei müssen wir aber neben den erhofften öffentlichen Geldern einen großen Eigenanteil aufbringen und bitten darum wieder um Spenden.
Mit dem Polizeichef der Region Kunduz Gholam besichtigten wir das Wasserkraftwerk in Khanabad. Dort haben die amerikanischen Piloten im November das Maschinenhaus zerstört. Alles wurde einst von Siemens gebaut und die Wasseranlagen und Schächte sind noch unbeschädigt. Also wäre es kurzfristig möglich dies Kraftwerk wieder funktionsfähig zu machen und umweltfreundlich den Norden mit 200 000 Menschen mit Strom zu versorgen.
Man sieht, es ist viel zu tun, aber man kann auch viel bewegen. Bitte helfen Sie uns weiter das zu tun, was notwendig ist, das Leid der Ärmsten, besonders der Witwen und Waisen zu lindern, und Arbeit und Bildung zu bringen – die besten Voraussetzungen für einen sicheren Frieden.
Danke Mit freundlichem Grüßen
Sybille Schnehage
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Kleine Mädchenschule fertig
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Nun, da das Gebaüde fertig ist, werden noch dringend Schulmöbel gebraucht, denn die Mädchen sollen die Möglichkeit haben unter guten Bedingungen zu lernen. Projektleiter Dadgul hat aus Kunduz angerufen und benötigt noch 2500 EURO zur Auftragvergabe für die Tische und Bänke. Ein örtlicher Tischler wird die Arbeiten übernehmen. Damit werden auch Arbeitsplätze für Handwerker geschaffen, eine wichtige infrastrukturelle Aufgabe.
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Katachel e.V. jetzt in Afghanistan registriert
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Seit dem 10. Juli ist unser Verein auch offiziell eine NGO in Afghanistan. Die Eintragung wurde von Projektleiter Dadgul und seinen Mitarbeitern bei den zuständigen Ministerien vorgenommen.
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Neues aus dem Projekt Katachel - 08.07.2002
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Neues aus dem Projekt Katachel - 08.07.2002 Bergfeld, den 8.7.2002
Liebe Spender , liebe Freunde Afghanistans,
inzwischen hat sich einiges getan. Die 200 Brunnen, gebaut mit Hilfe des AA sind schon fertig, die weiteren Brunnen werden gegraben.
Die Lehmhäuser sind in Bau und auch die Schuhfabrik wurde von der GTZ genehmigt und der Bau begonnen. Die Schule in Chardarra wird mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes fertiggestellt, so dass dann in Chardarra auch fast 100 Mädchen und Jungen lernen werden.
Der Gouverneur hat uns aus seinem Fuhrpark einen Pickup übereignet, als Ersatz für den im letzen November beschlagnahmten Wagen.
Ende August werde ich wieder nach Kunduz reisen. Danach kommt wieder ein ausführlicher Bericht.
Mit freundlichem Gruß
Sybille Schnehage
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Reisebericht - 15.04.2002
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Bergfeld, den 15.4.2002
Liebe Spender , liebe Freunde Afghanistans, nun war endlich der Salangpass über den Hindukush nach der Winterzeit auf, und so flog ich mit der Münchnerin Dorette Deutsch am 15.3. nach Kabul, um von dort weiter nach Katachel zu reisen. Dadgul wartete mit einigen Helfern auf mich in Kabul, wir übernachteten preisgünstig privat (Wanzen und Flöhe inclusive), und mit zwei klapprigen Taxis ging es weiter in Richtung Norden, vorbei an Kriegsruinen, Minenmarkierungen und Kindern, die dazwischen wilde Tulpen pflückten. Der berüchtigte Salangpass wird dabei mit seinem Schrecken ewig in meiner Erinnerung bleiben. Stau in den vereisten Galerien und im Tunnel selbst, und jeder Laster, Bus oder jedes Taxi gab Gas, so dass nicht nur der Rußanteil, sondern auch der CO-Anteil lebensgefährlich stieg. Aber was solls, ich habe Hin- und Rückfahrt inclusiv Erdbeben einigermaßen überstanden.
Katachel dagegen war einfach überwältigend. Sauber und bunt strahlen unsere Schulen, und die Mädchen und Jungen sind fleißig dabei zu lernen.
Wir haben auch ein Video von der Schule, wir versuchen es neben den Fotos ins Internet zu setzen. Auch der neue Gouverneur Gholam lobte unser Projekt und stellte mir seinen Jeep mit Fahrer, sowie zwei Sicherheitsleute zur Verfügung. Ein paar Dinge müssen in der Schule noch verbessert werden. So fehlen für 3 Zimmer noch die Möbel und das neue Lehrerzimmer ist sicher erst in 2 Monaten fertig. Im Hof haben wir einen kleinen Weingarten angelegt, nachdem uns Bauern 5 Pflanzen geschenkt haben. Der Tag der Witwen ist für mich immer am schwersten. Neben den 210 Familien, die Patenschaften haben, kamen noch 100 weitere, die Hilfe suchen. Von 50 machte ich Fotos um für sie hoffentlich schnell Patenschaften zu finden, die anderen bekamen nur etwas Überbrückungsgeld. An alle Familien habe ich Geld übergeben und alle lassen ihre Paten in Deutschland grüßen. Leider sind nun 8 Fotos nicht auf dem Film, sicherlich ein Fehler meiner Helfer. Die Not ist einfach unbeschreiblich, es fehlt vielen an allem, an Mehl, an Reis , an sauberem Wasser (trotz Regen ist der Kabulfluss noch völlig leer) und an Medikamenten für die einfachsten Krankheiten. Dazu kommen zahlreiche Kranke, die Hilfe suchten. Akute Dinge musste ich ans Krankenhaus Kunduz verweisen, denn dort hatte ich die mitgebrachten Medikamente abgegeben (leider ist es dort auch desolat). Verkrüppelte, Gelähmte und Blinde haben leider wenig Chancen, eigentlich nur auf eine Patenschaft, damit sie versorgt sind. Besonders leid tat mir ein völlig verstümmelter junger Mann. Er ist so nett und so hilflos.
Meine beiden Rollstühle konnte ich einer gelähmten Frau Khanoma und einem spastisch gelähmten jungen Mann geben. Die Prothese kann sich eine Frau aus Kunduz umarbeiten lassen. Glücklich ist ein Junge mit einer schweren Kopfverbrennung. Nachdem ich ihm 2 Jahre Salben geschickt hatte, ist der Kopf soweit abgeheilt, dass ich ihm mit einer Perücke eine Riesenfreude bereitete. Schockierend war mein Besuch in Moussassai, einem abgelegenen Dorf an den Bergen im Osten der Provinz Kunduz. Dort wurden in den letzten Kriegstagen 150 Häuser zerstört. Furchtbar ärmlich ist dies Dorf, und wir wollen beim Bau von 30 Lehmhäusern behilflich sein. Problematisch ist auch die Unterbringung von Rückkehrern aus Pakistan, Iran und anderswo. Es fehlen ihnen die Häuser, so dass wir dabei auch helfen müssen. (Unterstützung geben uns auch das Auswärtige Amt und das BMZ) Desgleichen haben wir den Bau von 250 weiteren Brunnen in die Wege geleitet. In Kunduz werden dafür fleißig Brunnenringe aus Beton gegossen, so dass die Menschen dort auch Arbeit haben. Auf die Unterstützung durch die GTZ zum Bau einer Schuhfabrik als Ausbildungsstätte für junge Exkämpfer warte ich noch.
Die Mädchen und junge Frauen haben mit dem Häkeln begonnen. Das Mädchen Sadekah(Patenschaft 4) ist so geschickt, dass sie jetzt jeden Freitag Häkelkurse geben wird. Der erste Pulli ist schon fertig. Probleme haufenweise wurden täglich an mich herangetragen. Davon müsste ich auswählen, was machbar ist. So kam der Bürgermeister (Malek) von Chardarra und bittet uns um Fertigstellung seine bereits begonnen Schule für 700 Kinder(ca. 30000 EURO) und ein Mann aus Kunduz (Osman) bittet um den Bau einer kleinen Mädchen-schule weitab im Westen der Provinz(ca. 8000 EURO). Diese beiden Schulen möchten wir ermöglichen, dazu brauchen wir aber weiterhin großzügige Spender. Bei all den Projekten sei Dadgul, unserem Projektleiter vor Ort ein besonderer Dank gesagt. Er hat nie Zeit für sich, denn immer wieder muss er sich um alles kümmern und ein offenes Ohr für jeden haben. Nun bitte ich Sie uns weiter zu unterstützen, damit die Menschen in Afghanistan eine Zukunft haben.
Herzlichen Dank mit freundlichem Grüssen
Ihre Sybille Schnehage
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